5 Probleme, die der Versicherungsombudsmann lösen konnte

Berater Top News von Martin Thaler

Ein "Reichsbürger" will seine Lebensversicherung kündigen, eine Versicherungsvermittlerin informiert unzureichend, eine Haftpflichtversicherung will einem jungen Sprayer nicht beistehen. Diese und andere Fälle hatte der Versicherungsombudsmann im vergangenen Jahr zu lösen. Ein Überblick.

Versicherungsombudsmann Günter Hirsch stellte seinen Jahresbericht vor.

Versicherungsombudsmann Günter Hirsch stellte seinen Jahresbericht vor. Foto: Versicherungsombudsmann e.V.

Am gestrigen Dienstag hat Versicherungsombudsmann Dr. Günter Hirsch seinen Jahresbericht für das Jahr 2016 vorgestellt. Wichtige Ergebnisse hatte man jedoch zuvor bereits dem Tätigkeitsbericht des Ombudsmannes entnehmen können. 

In seinem Jahresbericht stellt der Ombudsmann auch immer wieder zahlreiche Beispielsfälle dar, in denen er zwischen den Streitparteien vermitteln konnte. Manche Fälle sind dabei einfach nur kurios, manche versicherungstechnisch interessant und manche bieten insbesondere Maklern Argumente.

5 Fälle, die der Ombudsmann lösen konnte

Unfallversicherung
Ein Mann wollte eine Unfallversicherung mit Krankentagegeld abschließen. Die Versicherungsvertreterin erklärte ihm, dass dies nicht möglich sei. Eine Krankentagegeldversicherung sei nur über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung möglich, so die Vermittlerin. Der Mann schloss daraufhin nur eine Unfallversicherung ab. Nach einem Unfall erfuhr er, dass andere Versicherungsunternehmen eine solches Paket sehr wohl anbieten. Der Ombudsmann nahm sich der Sache an und erklärte, dass eine gebundene Vermittlerin nicht über die Angebote der Konkurrenz informieren müsse. Allerdings dürfe sie nicht – wie geschehen – den Eindruck erwecken, dass eine bestimmte Absicherung in der betreffenden Versicherungssparte generell nicht angeboten werde. Der Ombudsmann vereinbarte daraufhin eine Entschädigung für den Mann durch den Versicherer. Fotos: Pixabay