So entwickelt sich der Sachwerte-Markt 2017

Sachwerte von Martin Thaler

Der Markt für Beteiligungen dümpelte im ersten Quartal des Jahres vor sich hin - nur sieben Publikum-AIFs kamen auf den Markt. Vermögensanlagen gab es indes fast doppelt so viele.

Bislang herrscht auch 2017 auf dem Markt für Beteiligungen Flaute.

Bislang herrscht auch 2017 auf dem Markt für Beteiligungen Flaute. Foto: Pexels - Pixabay.de

Auch wenn die Zinsen weiter niedrig bleiben – der Sachwerte-Markt in Deutschland kann aus diesem Umstand kein Kapital schlagen. Stattdessen dümpelt der Markt für Beteiligungen weiter vor sich hin, wie eine Analyse der Berliner Ratingagentur Scope ergibt.

So wurden im ersten Quartal dieses Jahres gerade einmal sechs-Publikums-AIF mit einem prospektierten Eigenkapitalvolumen von der Finanzaufsicht Bafin zugelassen. Das ist zwar ein leichter Anstieg gegenüber 2016, als im ersten Quartal lediglich 4 geschlossene Fonds aufgelegt wurden – jedoch ist bei den diesjährigen prospektierten Beteiligungen das durchschnittliche Eigenkapitalvolumen wesentlich niedriger als im Vorjahr. 24 Millionen Euro betrug es im Durchschnitt – kein Fonds kam auf ein Eigenkapitalvolumen von mehr als 50 Millionen Euro.  

2016 waren im Schnitt noch 42 Millionen Euro je Fonds eingesammelt worden.  

Wesentlich aktiver sind die Anbieter indes bei den weniger regulierten Vermögensanlagen. Insgesamt 13 kamen im ersten Quartal 2017 auf den Markt: Sechs Unternehmensbeteiligungen, vier Nachrangdarlehen, zwei Direktinvestments und eine Namensschuldverschreibung. Zusammengerechnet ergibt sich hier ein Emissionsvolumen von 146 Millionen Euro (allerdings wurden in diese Berechnung nur 10 Anlagen einbezogen, zu den drei übrigen liegen keine Daten vor). Fast die Hälfte (45 Prozent) entfiel hierbei auf die beiden Direktinvestments aus dem Bereich Container (Solvium sowie P&R).  

Zurückhaltung gibt es bei den Sachwerten indes nicht nur von Seiten der Anbieter, sondern auch von Seiten der Vermittler. So lassen laut aktuellem Vermittlerbarometer des Verbandes AfW 38 Prozent der Inhaber einer 34f-Lizenz die Finger von dieser Produktgattung. Als Gründe wurden unter anderem schlechte Erfahrungen der Kunden vor der Regulierung sowie die Beratungsintensität der Produkte genannt.  

In einer vorherigen Studie hatten sich die Scope-Analysten bereits mit der Flaute am Beteiligungsmarkt auseinandergesetzt. Als einer der Gründe hierfür wurden die besagten Zweifel im Vertrieb genannt. Aus diesem Grund würden sich viele Anbieter auf Produkte für institutionelle Investoren spezialisieren.