Rechtsgutachten: IDD ist verfassungswidrig

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In seiner Kritik bestätigt fühlt sich AfW-Vorstand Norman Wirth. „Die vorgesehenen Eingriffe in die Berufsfreiheit der Versicherungsmakler würden zu einem intensiven und mit nichts gerechtfertigten Markteingriff zugunsten der quasi nicht vorhandenen Berufsgruppe der Versicherungsberater führen. Ich gehe davon aus, dass wir, unterstützt durch diesem wissenschaftlichen Beitrag, noch zu einer sinnvollen Umsetzung der IDD kommen werden.“  

Auf procontra-Nachfrage erklärte Wirth, dass das Rechtsgutachten auch im Rahmen der vom AfW initiierten Protestkampagne "Einspruch IDD - Informiere Deinen Bundestagsabgeordneten" eingesetzt werden solle. Hierbei sind Makler aufgerufen, das Gespräch mit ihren jeweiligen Bundestagsvertretern zu suchen und diesen die Schwachstellen am aktuellen Gesetzesentwurf nahezubringen. Mit dem Rechtsgutachten hätten die Makler in ihren Gesprächen jetzt auch etwas Wissenschaftliches und Juristisches an der Hand, so Wirth.

Über den bisherigen Verlauf der Aktion zeigte sich Wirth zufrieden. "Wir haben deutlich besseres Feedback erhalten als erwartet", erklärte der AfW-Vorstand, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. 

Unterstützt worden war das Rechtsgutachten auch durch den Maklerpool maxpool, die Honorarkonzept GmbH sowie den Versicherer Standard Life.

Positive Änderungen im Sinne der unabhängigen Makler

Deren Head of Sales für Deutschland, Christian Nuschele, zeigte sich optimistisch, bei der IDD-Umsetzung noch entscheidend nachbessern zu können: „Es ist wichtig, dass sich die Makler, Verbände und Maklerversicherer dafür stark machen, dass es in den finalen Verhandlungen noch einmal zu positiven Änderungen im Sinne der unabhängigen Makler kommt.  

Ähnliche Worte kommen von maxpool-Chef Oliver Drewes: „Wir hoffen sehr auf eine verfassungskonforme und verbraucherfreundliche Nachjustierung des Gesetzes.“

Heiko Reddmann, Geschäftsführer der Honorarkonzept GmbH, verdeutlichte noch einmal, warum seine Firma den aktuellen Gesetzesentwurf ablehnt: „Gerade die aktuellen Pläne bei der Umsetzung der IDD, in die Gewerbefreiheit der Unabhängigen einzugreifen und sie durch das Provisionsgebot gesetzlich von den Provisionshöhen abhängig zu machen, halten wir in dieser Form für nicht zielführend für die gewünschte Stärkung der Honorarberatung in Deutschland.“

Das vollständige Gutachten finden Sie hier. 

Seite 1: Rechtsgutachten: IDD-Gesetzesentwurf verfassungswidrig
Seite 2: "Wir hoffen auf eine verfassungskonforme Nachjustierung des Gesetzes"

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