PHV: Warum Makler von Kundenwünschen profitieren können

Berater von Martin Thaler

Angesprochen sind hier vor allem Makler – den überwiegend wird die Versicherung noch im persönlichen Gespräch mit dem Makler bzw. Vermittler abgeschlossen (71 Prozent). Darüber hinaus ist die PHV ein Einsteigerprodukt – vor allem Menschen unter 30 Jahren gelten als Zielgruppe (zudem noch Wechselbereite in allen Altersgruppen, zumeist männlich und mit hohem Einkommen). Wer hier in puncto PHV in der Beratung beim Kunden punkten kann, dessen Chancen sind nicht schlecht, dass der Kunden auch in anderen Absicherungsfragen den Rat des Maklers sucht.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Zahl der Online-Abschlüsse zuletzt zugenommen hat. „Insbesondere für Angebote jenseits vorkonfektionierter Standardpolicen und für gezielte Vertriebsoffensiven wird die persönliche Beratung auf absehbare Zeit aber unverzichtbar bleiben“, erklärt dann auch Birgit Menzen, Projektleiterin bei Heute & Morgen.

Und die Mehrheit der Verbraucher will laut der Heute&Morgen-Studie eben nicht die 08/15-Police, sondern eine auf sie zugeschnittene Absicherung, am liebsten nach dem Baukasten-Prinzip. 65 Prozent der befragten Haftpflichtversicherten zogen eine solche individuell zusammenstellbare Police einer vorgefertigten vor – bei jungen Menschen ist dieser Anteil sogar noch größer (71 Prozent). Und noch ein Vorteil hätte das Baukasten-Prinzip – Policen dieser Art bedürfen nämlich, auch laut Meinung der Befragten, einer Beratung durch einen Vermittler.

Eine solche ist bei den Befragten allerdings aber durchaus erwünscht und wird nicht als lästig wahrgenommen: Schließlich bietet die Beratung auch den Versicherten die Möglichkeit, sich einmal ausführlich mit ihrer PHV auseinanderzusetzen (80 Prozent der Befragten äußerten diesen Wunsch). So könnte die heute weit verbreitete Ahnungslosigkeit in Zukunft eventuell ein Thema von gestern sein.  

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