PHV: Warum Makler von Kundenwünschen profitieren können

Berater von Martin Thaler

Bei der privaten Haftpflichtversicherung gibt es bei vielen Versicherten laut einer neuen Studie große Wissenslücken und viele Wünsche. Wie Makler gerade hier punkten können.

Bei der Haftpflichtversicherung haben Kunden ganz bestimmte Wünsche - die auch Maklern zugute kommen können.

Bei der Haftpflichtversicherung haben Kunden ganz bestimmte Wünsche - die auch Maklern zugute kommen können. Foto: aitoff - Pixabay.de

An einer Privathaftpflichtversicherung (PHV) führt für die Deutschen kein Weg vorbei – sie gehört zu den Policen, die jedem Menschen ans Herz zu legen ist. Eine Unachtsamkeit kann verheerende Folgen haben – für Menschen ohne PHV hat das existenzbedrohende Folgen, schließlich müssen sie mit ihrem Privatvermögen haften, ein Leben lang.  

Ein Großteil der Deutschen scheint sich dieser Gefahr bewusst zu sein – nach Angaben des Versicherungsverbandes GDV besaßen 2014 85 Prozent aller Deutschen entsprechenden Versicherungsschutz – dementsprechend sind 15 Prozent der Deutschen allerdings vollkommen ohne Absicherung. Und auch denjenigen, die über eine PHV verfügen, riet die Stiftung Warentest damals, sich ihrer Verträge noch einmal genau anzuschauen – schließlich hätten die Anbieter bei ihren Produkten über die vergangenen Jahre noch einmal deutlich am Leistungsumfang gewerkelt.  

Auch heute herrscht bei vielen Versicherungsnehmern in puncto PHV weitgehende Rat- und Ahnungslosigkeit, wie eine neue Studie des Analysehauses Heute & Morgen offenbart.  So wussten von den rund 1.000 befragten PHV-Besitzern gerade einmal 46 Prozent, vor welchen Schäden Standardpolicen Schutz bieten – und vor welche nicht.

Große Ahnungslosigkeit

So gehen beispielsweise viele Haftpflichtversicherte fälschlicherweise davon aus, dass die Absicherung von Mietsachschäden, Schäden durch deliktunfähige Kinder, Schäden an geliehenen, gemieteten oder gepachteten Sachen sowie Gefälligkeitsschäden zu den Standard-Leistungen der PHV zählen. Zudem bestehe vielfach der Irrglaube, dass einige Schäden, wie beispielsweise Immobilien- oder Allmählichkeitsschäden gar nicht über die PHV zu versichern sind.

Auch die Deckungssumme ihrer PHV ist den meisten Versicherten unbekannt – 56 Prozent können diese nicht einmal annähernd für Sach-  und Personenschäden angeben, bei Vermögensschäden haben noch mehr keine Ahnung (81 Prozent).

„Produktgeber und Vertrieb sollten die Privat-Haftpflichtversicherten offensiv – und zugleich in einfach verständlicher Weise – informieren, welche Risiken in der PHV optional abgesichert werden können und welche Schäden standardmäßig nicht abgedeckt sind“, sagt Dr. Michaela Brocke, Geschäftsführerin bei Heute und Morgen. „Nur auf Basis erweiterter Produktkenntnisse können die Versicherungsnehmer ihren Bedarf genauer einschätzen und mo?gliche Lücken oder Unterdeckungen identifizieren.“

Seite 1: Bei der PHV herrscht Ahnungslosigkeit
Seite 2: Warum gerade Makler aufhorchen sollten

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare