Private Altersvorsorge: Zwei von drei sind „eigentlich“ abschlussbereit

Berater von Florian Burghardt

Deutschlands zukünftige Rentner sind zwiegespalten: Sie wollen sich im Alter viel leisten, haben aber auch große Angst vor Armut. Das offenbart eine neue Studie. Viele "Vorsorgemuffel" stehen demnach kurz davor, sich für einen Vorsorgevertrag zu entscheiden.

Zwei Drittel der zukünftigen Rentner wollen eigentlich mehr für's Alter vorsorgen.

Zwei Drittel der zukünftigen Rentner wollen eigentlich mehr für's Alter vorsorgen. Bild: Tabble/Pixabay.com

Immerhin keine Nullrunde. Die deutschen Rentner können sich auf eine nicht unerhebliche Erhöhung ihrer Bezüge im kommenden Juli freuen. Allerdings hat die GDV-Initiative „7 Jahre länger leben“ im vergangenen Jahr festgestellt, dass die Kaufkraft der Renten von Bundesland zu Bundesland stark variiert.

Im Rahmen der Initiative wurde auch untersucht, auf welche Aktivitäten und Annehmlichkeiten die Bundesbürger auch nach dem Eintritt in den Ruhestand nicht verzichten möchten. Dass sie sich diese Wünsche im Alter nicht erfüllen können, fürchten allerdings 37 Prozent der zukünftigen Rentner, die heute zwischen 40 und 55 Jahre alt sind. Das geht aus der neusten Studie der GDV-Initiative hervor, für die im vergangenen Oktober 1.000 der zukünftigen Rentner befragt wurden.

Die Ergebnisse zeigen den Pessimismus der Deutschen. Denn tatsächlich von Altersarmut bedroht ist nur etwa jeder Fünfte zukünftige Rentner, wie Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat zeigen. Allerdings ist dieser Wert höher als der EU-weite Durchschnitt.

Zwei Drittel sind „eigentlich“ überzeugt

Die „7 Jahre länger leben“-Umfrage zeigt auch, dass die Befragten eigentlich wissen, was zu tun ist, um die finanziellen Zukunftssorgen zu lindern. So gaben 67 Prozent von ihnen an, dass sie eigentlich mehr Geld für’s Alter zur Seite legen müssten.

Das tun dann aber doch nur die wenigsten. Denn den Ruhestand aktiv planen, dazu konnte sich bislang nur etwa jeder fünfte Befragte durchringen. Vier von zehn zukünftigen Rentnern sind in dieser Hinsicht noch überhaupt nicht aktiv. Besonders wenig für den eigenen Lebensabend tun weiterhin die Selbstständigen, was eine andere Studie beweist. Aber auch andere Erwerbsbiografien erwartet eine düstere Ruhestands-Prognose.

Das Fazit der Studie lautet, dass vor allem „ein niedrigschwelliger Zugang die Vorbereitung auf das Alter erleichtert“. Das gelte für den Sportverein genauso wie für soziale Treffpunkte oder die Altersvorsorge. 

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