PKV-Expertencheck: Münchener Verein fällt durch

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Unter den Sieger-Tarifen beim Grundschutz sieht sie eher den „einsA prima“ der Barmenia, der von Ascore 5,5 Sterne erhalten hat. Dieser würde die Kosten für lebenserhaltende Hilfsmittel vollständig übernehmen und hat alle, von Döring benannten, wichtigen Themenfelder abgedeckt.

„Außerdem enthält er ein weitreichendes Optionsrecht für den Kunden, sowohl im zeitlichen Bezug (nach drei, fünf oder sieben Versicherungsjahren) als auch bei auslösenden Ereignissen (Statuswechsel)“, erklärt die KVoptimal-Chefin. Gerade für Selbstständige, die den Grundschutz gerne zum Start ihrer Tätigkeit wählen, sei das eine hilfreiche Lösung.

Komfortschutz: Leistungsstarke Tarife fehlen

In der Kategorie Komfortschutz zeigt sich Döring mit den 6 Sternen für „einsA expert“ von der Barmenia einverstanden. Allerdings sieht sie im Verfolgerfeld einige Unstimmigkeiten.

So ist aus ihrer Sicht der Tarif „KOMFORT-PLUS, KurPLUS“ der Signal Krankenversicherung mit 5,5 Sternen „erheblich zu gut bewertet.“ Als Gründe für ihre Einschätzung nennt Döring unter anderem eine zugrundeliegende Generika-Klausel und eine maximale monatliche Erstattung für Kuren in Höhe von 3.600 Euro.

Die Teilnahme des Tarifs „PRIMO.Z plus, URZ“ von der Halleschen Krankenversicherung im Komfortschutz-Rating (nur 4 Sterne) schätzt Döring als unglückliche Auswahl ein. Aus ihrer Sicht wäre die „NK“-Tarifserie der Halleschen, die beim Topschutz-Rating bewertet wurde, auch für die Kategorie Komfortschutz bestens geeignet. Zudem vermisst sie beim Komfortschutz einen Tarif der Alten Oldenburger Krankenversicherung, deren Produkte sie als sehr leistungsstark einschätzt.

Topschutz: 2 Mal besser und günstiger als die Allianz

Nahezu identisch verhält es sich bei der Rangliste der Topschutz-Policen. Zwar ist ein erster Platz für die Barmenia mit ihrem Tarif „einsA expert+“ aus Dörings Sicht auch hier gerechtfertigt. Jedoch hält sie die Tarife „NK (1-4, Bonus)“ der Halleschen (4,5 Sterne) und „A80/100, Z100/80, K20, K/S, KUR, ARK-E“ der Alten Oldenburger (5 Sterne) für deutlich zu schlecht bewertet.

„Ich kann mir nicht erklären, wie man aus Leistungssicht so in Ungnade fallen kann“, rätselt Döring. Die PKV-Expertin hält die Produkte der beiden Versicherer für deutlich leistungsstärker als den mit 5,5 Sternen bewerteten Allianz-Tarif „AktiMed Best 90 (AMB90U)“.

Würde man, als Ergänzung zum reinen Leistungs-Rating, nun doch einmal auf die monatlichen Beiträge für einen 40-jährigen Kunden schauen, so würde es laut Döring im Topschutz wie folgt aussehen:

  • Allianz (10 Prozent Selbstbeteiligung, maximal 500 Euro) – 647,08 Euro

  • Alte Oldenburger (20 Prozent SB, maximal 330 Euro) – 612,58 Euro

  • Hallesche (600 Euro SB) – 540,45 Euro

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