Grundfähigkeitsversicherung: Große Unterschiede in den Bedingungen

Berater Top News von Florian Burghardt

Vieles spricht für eine Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zu einer BU. Doch die AVB der Anbieter machen es Maklern oft nicht leicht, den richtigen Tarif auszuwählen. Ein Experte erklärt die Unterschiede.

Wann ist ein Arm noch brauchbar und wann leistet der Versicherer? Die Bedingungen von GF-Tarifen werfen teilweise mehr Fragen auf, als sie beantworten.

Wann ist ein Arm noch brauchbar und wann leistet der Versicherer? Die Bedingungen von GF-Tarifen werfen teilweise mehr Fragen auf, als sie beantworten. Bild: Picture Alliance

Beim Thema Arbeitskraftabsicherung denkt zunächst jeder an die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Für den Abschluss einer solchen sprechen viele gute Gründe.

Doch auch BU-Alternativen wie die Grundfähigkeitsversicherung (GF) bringen Vorteile mit sich. Michael Franke, Geschäftsführer der Ratingagentur Franke & Bornberg, sagte im Interview mit procontra: „Eine Grundfähigkeitsversicherung ist vor allem für Erwerbstätige interessant, bei denen körperliche Fähigkeiten die Voraussetzung zur Berufsausübung sind. Das betrifft beispielsweise handwerklich und körperlich Tätige, Kraftfahrer oder Beschäftigte in der Gastronomie.“

Teilweise intransparente Bedingungen

Zudem können sich bestimmte Merkmale der GF-Versicherungen auch zu klaren Vorteilen entwickeln. Beispielsweise muss keine 50-prozentige Berufsunfähigkeit vorliegen, wie bei den meisten BU-Tarifen. Leistungsauslöser ist der Wegfall einer oder mehrerer Grundfähigkeiten wie Sprechen, Sehen, Hören, Gehen, Gebrauch der Arme, Hände und so weiter. Somit eignet sie sich auch für nicht berufstätige Menschen.

Wann genau eine versicherte Grundfähigkeit nicht mehr ausgeführt werden kann, darin gibt es auf dem Markt der 9 deutschen Anbieter allerdings deutliche Unterschiede. Laut Alexander Schrehardt, Geschäftsführer des Versicherungsberaters Consilium, stellen die stark voneinander abweichenden und teilweise intransparenten Bedingungen der Anbieter die Vermittler vor Probleme bei der Bewertung und Auswahl der Tarife.

Seite 1: Teilweise intransparente Bedingungen
Seite 2: Wann ist ein Arm unbrauchbar?
Seite 3: Schwerhörigkeit oder komplett taub?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare