Die 20 größten Versicherungsmärkte

Versicherungen von Martin Thaler

Der Versicherungsmarkt in China boomt - im Bereich der Lebensversicherung sind Zuwachsraten bei den Bruttoprämien von 30 Prozent zu beobachten. Wo Versicherungen sich außerdem steigender Beliebtheit erfreuen, zeigt der Überblick.

Die Allianz hat untersucht, welche Versicherungsmärkte wachsen und welche eher stagnieren.

Die Allianz hat untersucht, welche Versicherungsmärkte wachsen und welche eher stagnieren. Foto: Hans - Pixabay.de

Das globale Prämienvolumen hat 2016 ein neues Rekordhoch erzielt: Laut einer Hochrechnung von Allianz Research gaben Menschen weltweit 3.650 Milliarden Euro für Versicherungen aus – das waren 4,4 Prozent oder ungefähr 150 Milliarden Euro mehr als noch 2015. Fast die Hälfte dieses Wachstums (70 Milliarden) ist dabei auf China zurückzuführen.  

Insbesondere Lebensversicherungen boomen im Reich der Mitte. So wuchs der chinesische Markt für Lebensversicherungen um 30 Prozent – Wachstumsraten, von denen die deutschen Unternehmen nur träumen können. Mit einer Versicherungsdurchdringung von 2,4 Prozent im Bereich Leben liegt China bereits in Schlagdistanz zu Deutschland (2,7 Prozent, westeuropäischer Durchschnitt: 4,7 Prozent). Mit einem weiteren Boom bei den Lebensversicherungen wird gerechnet. Zum Vergleich: In Hongkong sowie Taiwan liegt die Durchdringung mit Lebensversicherungen bei 15 bzw. 16 Prozent.  

Während in China die Nachfrage nach Lebensversicherungen munter weiter steigt, ist sie in Westeuropa rückläufig. Erstmals seit 2012 gingen die Prämieneinnahmen in diesem Segment zurück – um 1,2 Prozent. Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Märkte ist Osteuropa sowie Australien.  

Weltweit betrachtet stiegen die Prämieneinnahmen für Lebensversicherungen aber – um 4,7 Prozent auf insgesamt 2.300 Milliarden Euro. Damit sorgen Lebensversicherungen für knapp zwei Drittel der globalen Versicherungsprämien.  

Besser fallen aus europäischer da schon die Zahlen für das Sachgeschäft aus – hier konnte 2016 ein Plus bei den Prämien von 2,1 Prozent erzielt werden.  

Insgesamt verlor Europa allerdings Marktanteile am Weltmarkt. Deutschland musste China passieren lassen und landete nur noch auf dem sechsten Rang (Vorjahr: Rang 5). Noch weiter abgeschlagen finden sich die Deutschen, betrachtet man die Bruttoprämieneinnahmen pro Kopf. Hier findet sich Deutschland mit 1.890 Euro pro Kopf nur auf Rang 18 wieder – weit abgeschlagen hinter Hongkong (6.410), der Schweiz (5.200) und Dänemark (4.470). 

 

LandBruttoprämieneinnahmen in Mrd. Euro...in % des BIPRang 2006
USA1.1256,71
Japan3998,92
China3653,68
Großbritannien2329,93
Frankreich1988,94
Deutschland1524,85
Korea15111,97
Italien1348,06
Taiwan8417,211
Kanada805,89
Australien605,312
Indien592,920
Spanien565,010
Hongkong4716,118
Brasilien472,923
Schweiz447,413
Südafrika3714,117
Schweden306,516
Niederlande273,914
Dänemark259,421