Das verdienten Versicherungsangestellte 2016

Berater von Florian Burghardt

Das Statistische Bundesamt hat die Durchschnittsgehälter aller Wirtschaftszweige in Deutschland ermittelt. procontra zeigt, wie die Versicherungsbranche abschneidet.

In kaum einem Wirtschaftszweig sind die Gehälter so hoch wie in der Versicherungsbranche.

In kaum einem Wirtschaftszweig sind die Gehälter so hoch wie in der Versicherungsbranche. Bild: spasibokras/Pixabay.com

Natürlich ist es mit der Berechnung von branchenweiten Durchschnittsgehältern immer so eine Sache. Schließlich kommen viele sehr unterschiedliche Beträge in einen Topf. Auf welche Schnittmenge von Mitarbeitern das Ergebnis letztendlich zutrifft, ist unbekannt.

Wer sein eigenes Salär jedoch gerne mit den Gehältern der über 200.000 Angestellten im Versicherungsinnen- und Außendienst (ohne Pensionskassen, Rück- und Sozialversicherungen) vergleichen möchte, für den bieten die aktuellen Verdiensterhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) das umfangreichste Zahlenmaterial.

Fast 70.000 Euro jährlich

So erhielt in 2016 ein Vollzeitangestellter in der Assekuranz ein durchschnittliches Bruttogehalt in Höhe von 69.216 Euro beziehungsweise 5.768 Euro im Monat. In diesen Beträgen enthalten sind auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, aber auch gezahlte Abfindungen. Diese machen einen Anteil von 1.012 Euro des Bruttomonatsgehalts aus.

Insgesamt liegen die Ergebnisse für die Versicherungsbranche merklich höher als in einer anderen, kürzlich veröffentlichten Gehaltsstudie.

Mehr als Anwälte, Steuerberater und Architekten

Bei den Destatis-Werten handelt es sich um die Durchschnittsgehälter aller Mitarbeiter. Wie in den meisten anderen Wirtschaftszweigen gibt es auch in der Assekuranz ein „Gender Pay Gap“. So kommen die Frauen durchschnittlich auf ein Bruttomonatsgehalt von 4.901 Euro. Bei den Männern sind es 6.326 Euro und damit 29 Prozent mehr.

Dennoch liegen die weiblichen Angestellten der Branche immer noch deutlich über dem deutschen Durchschnittseinkommen. Dieses betrug im vergangenen Jahr 48.936 Euro brutto, also 4.078 Euro im Monat (Frauen: 3.527 Euro; Männer: 4.320 Euro).

Insgesamt wird in kaum einem Wirtschaftszweig so viel verdient wie bei den Versicherungsunternehmen. Sogar Rechtsanwälte (4.142 Euro), Steuerberater (4.424 Euro) und Architekten (4.744 Euro) liegen mit ihrem Monatseinkommen deutlich darunter. Auch die Banken (5.733 Euro) haben die Versicherungsangestellten knapp hinter sich gelassen. Mehr verdient wird, als eine der wenigen Branchen, in der Unternehmensberatung (6.233 Euro).

Makler-Mitarbeiter haben das Nachsehen

Ein weit überdurchschnittliches Einkommen ist aber nicht automatisch jedem Angestellten in der Versicherungsbranche garantiert. So hat eine andere Untersuchung ergeben, dass besonders Angestellte im Vertrieb deutlich weniger verdienen als das branchenweite Mittel.

Von dieser Tendenz besonders betroffen sind die Angestellten von Versicherungsmaklern. Sie liegen mit ihrem Jahreseinkommen sogar unter dem deutschen Durchschnitt.  

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