Schwindendes Interesse an Restschuldversicherungen

Versicherungen von Martin Thaler

Sie stehen vielfach in der Kritik: Restschuldversicherungen. Wie eine Bundestagsanfrage zeigt, sinkt das Interesse seitens der Verbraucher an dieser Art der Absicherung jedoch deutlich.

Über das Thema Restschuldversicherungen gab nun die Bundesregierung Auskunft.

Über das Thema Restschuldversicherungen gab nun die Bundesregierung Auskunft. Foto: LoboStudioHamburg - Pixabay.de

Das Interesse der Deutschen an sogenannten Restschuldversicherungen ist zuletzt spürbar zurückgegangen. Dies ergibt eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine parlamentarische Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen. Dieser zufolge ist der Bestand von Restschuldversicherungen mit Überschussbeteiligungen, die bei einer Lebensversicherung abgeschlossen wurde, von 2.657.000 (2014) auf 2.013.000 gesunken (2015).  

Grundsätzlich sei hier ein rückläufiger Bestand an Versicherungen feststellbar, der auf ein abnehmendes Kundeninteresse hindeute, so die Antwort seitens der Regierung. Der deutliche Anstieg 2014 (siehe Grafik) sei auf die Übertragung eines ausländischen Versicherungsbestandes auf ein deutsches Unternehmen zurückzuführen.  

Mit einer Restschuldenversicherung können sich Kreditnehmer vor einer unverschuldeten Zahlungsunfähigkeit absichern. Ist der Kreditnehmer dann von Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Tod nicht in der Lage, die Raten für seinen Kredit zu bedienen, springt die Restschuldversicherung ein. Oft werden die Versicherungen gleich im Paket mit dem entsprechend Kredit verkauft.  

Deutliche Kritik

Die Versicherungen stehen dabei stark in der Kritik. Verbraucherzentralen bezeichnen diese meist als zu teuer und oft auch unnötig. Auch die Grünen-Parlamentarierin Nicole Maisch schließt sich diesen Vorwürfen an: „Der Markt für Restschuldversicherungen ist oftmals von mangelnder Kostentransparenz, Falschberatung und fehlendem Wettbewerb mit überteuerten Produkten geprägt", sagte Sie gegenüber der Süddeutschen Zeitung.  

Auf die Frage, wie hoch die prozentuale Provision der Bank bzw. des Beraters für den Abschluss einer Restschuldversicherung ausfällt, gab die Bundesregierung an, keine Informationen zu haben.  

Die vollständige Antwort der Bundesregierung finden Sie hier. 

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