Sachwertfonds: Fast alle setzen auf Immobilien

Sachwerte von Stefan Terliesner

Das Interesse an geschlossenen Publikums-AIF steigt. Treiber sind das Dauerzinstief und neuerdings auch die gestiegenen Inflationserwartungen.

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Niedrigzins und wachsende Inflationserwartungen lassen die Nachfrage nach Publikums-AIF steigen. Bild: pixabay

Der Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen (BSI) hat eine Umfrage unter den am Markt tätigen Kapitalverwaltungsgesellschaften zu den Erwartungen und Aussichten für das Jahr 2017 durchgeführt. Demnach schätzen mehr als 60 Prozent der Anbieter das Marktpotential geschlossener Publikums-Alternative-Investmentfonds (Publikums-AIF) als gut bis sehr gut ein.

Laut Pressemitteilung sind insgesamt 31 neue Publikums-AIF mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro geplant. Im Vorjahr habe die Zahl der Neuprodukte bei 24 gelegen. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit seien Immobilien. 85 Prozent der Unternehmen planten Sachwertfonds mit Immobilien aufzulegen.

Höhere Verzinsung lockt

Nach Meinung des BSI zeigen die Ergebnisse, „dass die Zukunft weiterhin in regulierten Produkten liegt.“ Planungen für andere Strukturen wie Vermögensanlagen gebe es bei den Häusern nicht. „Die steigende Anzahl der Produkte ist Kehrseite eines steigenden Interesses bei Vertriebspartnern und Anlegern. Die Zeiten der Niedrigzinsen haben ihre Spuren in den Depots der Privatanleger hinterlassen. Die Inflationserwartung von 1,5 Prozent in 2017 verdüstert den Ausblick für Anleger. Jetzt wenden sich Anleger zunehmend den Sachwertinvestitionen über regulierte geschlossene AIF zu, denn sie bieten die Aussicht auf eine höhere Verzinsung“, wird Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des BSI, in der Mitteilung zitiert.

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