Kleinlein: Bafin soll Allianz zurechtweisen

Versicherungen von Martin Thaler

Das Aktienrückkaufprogramm der Allianz sorgt bei BdV-Chef Axel Kleinlein für Verstimmung. Dieser sieht die Lebensversicherungskunden der Münchener benachteiligt.

BdV-Chef Axel Kleinlein sieht Allianz-Kunden benachteiligt.

BdV-Chef Axel Kleinlein sieht Allianz-Kunden benachteiligt. Foto: BdV

Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm, eine Dividendenerhöhung, ein weiter anziehender Aktienkurs – die Ankündigungen von Allianz-Chef Oliver Bäte auf der Bilanzpressekonferenz am vergangenen Freitag sorgen bei den Anlegern für Freude.  

Das kann man für den Bund der Versicherten (BdV) so allerdings nicht behaupten. Deren Chef Axel Kleinlein schießt nun nämlich gegen den Münchener Versicherungsriesen: „Es ist unseres Erachtens ein deutlicher Missstand, dass die Allianz großzügige Geschenke an ihre Aktionäre verteilt, gleichzeitig aber die Lebensversicherungskunden massive Kürzungen hinnehmen müssen – und das schon seit über einem Jahrzehnt“, kritisierte Kleinlein im Berliner Tagesspiegel und verlangte ein Eingreifen der deutschen Finanzaufsicht Bafin.

„Diese Zwei-Klassen-Gesellschaft ist ein Missstand und wir fordern daher von der Aufsicht, diesen zu beseitigen", so Kleinlein.  

Diplom-Mathematiker Kleinlein, einst selbst als Aktuar bei der Allianz tätig, schießt in gewisser Regelmäßigkeit gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Kritik gab es von Kleinlein unter anderem an der Einführung des Rentenprodukts „Perspektive“, bei dem Sparern nur die eigenen Beiträge, nicht aber ein Mindestzins garantiert werden sowie Aussagen von Allianz-Leben-Vorstandschef Markus Faulhaber, wonach der Kauf eines klassischen Lebensversicherungsprodukts keinen Sinn mehr mache. 

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