Generali-Übernahme durch Intesa ist vom Tisch

Versicherungen von Florian Burghardt

Die italienische Großbank hat nun alle Gerüchte um einen Zusammenschluss mit dem Generali-Konzern zerstreut. Dafür nennt sie einen wesentlichen Grund.

Um die Generali wird nun erst einmal nicht mehr gebuhlt - zumindest offiziell.

Um die Generali wird nun erst einmal nicht mehr gebuhlt - zumindest offiziell. Foto: Generali

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo ist nun offiziell nicht mehr an einer Übernahme des Generali-Konzerns interessiert. Das erklärte die Bank mit Sitz im nordwestitalienischen Turin am Freitagabend durch eine Pressemitteilung auf ihrer Internetseite. Intesa ist auch selbst bereits im Versicherungsgeschäft tätig.

Als Grund für die Abkehr vom Zusammenschluss mit der Generali – Intesa hatte im Januar ihr Interesse bestätigt – gibt die Bank an, dass eine Fusion mit dem Versicherer keinen zusätzlichen Wert für die eigenen Aktionäre schaffen würde.

Vielmehr wolle man am originären Geschäftsplan, der auf die Jahre 2014 bis 2017 ausgerichtet ist, festhalten, um auf diesem Wege ein organisches Wachstum zu erzielen.

Statt Intesa Allianz als Käufer?

Im Falle einer Übernahme hätte sich die Generali aus Wettbewerbsgründen von einigen Firmenbestandteilen trennen müssen. Dies hatte die Allianz Gruppe als möglichen Profiteur ins Spiel gebracht, der sich dadurch an einigen lukrativen Bereichen der Generali hätte bedienen können. Konkrete Firmennamen hatte die Allianz auf Nachfragen aber stets unkommentiert gelassen.

Zumindest diese Variante des externen Wachstums dürfte sich für die Münchener damit vollständig erledigt haben. Wie auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz bekannt wurde, soll das 3-Milliarden-Euro-Budget der Allianz, das eigentlich für Firmenübernahmen gedacht war, nun in ein Rückkaufprogramm der eigenen Aktie investiert werden. Allianz-Chef Oliver Bäte sagte auf der Pressekonferenz aber auch, dass Übernahmen dadurch nicht vom Tisch sind.