Finanzaufsicht entzieht Versicherer Lizenz

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Die East-West Assekuranz AG aus Berlin darf in Zukunft keine Versicherungen mehr betreiben, so die Entscheidung der Bafin. Das Unternehmen habe die Mindestkapitalanforderungen nicht erfüllt, teilte die Bafin mit.

Die BaFin (Bild: Chef Felix Hufeld) hat der East-West Assekuranz AG die Lizenz entzogen.

Die BaFin (Bild: Chef Felix Hufeld) hat der East-West Assekuranz AG die Lizenz entzogen. Foto: dpa

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat der Berliner East-West-Assekuranz die Erlaubnis zum Versicherungsgeschäft entzogen. Dies teilte die Finanzaufsicht mit. Als Grund gab die BaFin an, dass die East-West-Assekuranz die Mindestkapitalanforderungen nicht erfüllen könne. Der seitens des Unternehmens vorgelegte Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung wurde von der Aufsicht als unzureichend bewertet.  

Die Konsequenz: Die East-West-Assekuranz AG darf keine neuen Versicherungsverträge abschließen und muss die bestehenden Verträge zum nächstmöglichen Zeitpunkt beenden.  

Gegründet worden war die East-West Assekuranz AG vom Russen Yury Zaplatin, 2009 hatte sie die Lizenz von der BaFin erhalten. „Die EWA ist das erste und einzige deutsche Versicherungsunternehmen, dessen Teilhaber ausschließlich Russen sind. Damit hat es eine außergewöhnliche Nischenposition auf dem deutschen wie auch auf dem russischen Markt“, heißt es in einem Bericht der Berliner Zeitung aus dem gleichen Jahr. Das Unternehmen richtete sich dabei vor allem Unternehmer aus Russland sowie den baltischen Staaten.  

Neben Transportversicherungen bot das Unternehmen auch diverse Sachversicherungen (Maschinenversicherung, Elektronikversicherung, Bauleistungsversicherung etc.) für Geschäfts- als auch Privatpersonen (Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen) an.  

Der Widerruf der Lizenz sei sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig, teilte die BaFin mit. Das Unternehmen habe noch die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen.