EIOPA präsentiert neuen Beipackzettel

Berater von Martin Thaler

Für Lebensversicherungen ist bereits ein Produktinformationsblatt in der Mache, nun legte die europäische Versicherungsaufsicht auch einen Entwurf für nicht anlagebasierte Produkte vor. Insgesamt sieben Fragen soll der Beipackzettel beantworten.

Sieht im IPID einen wichtigen Schritt hin zu mehr Verbraucherschutz: EIOPA-Chef Gabriel Bernardino.

Sieht im IPID einen wichtigen Schritt hin zu mehr Verbraucherschutz: EIOPA-Chef Gabriel Bernardino. Foto: EIOPA

Im Rahmen der Insurance Distribution Directive (IDD) hat die Europäische Versicherungsaufsicht EIOPA nun den Entwurf für den künftigen Beipackzettel von nicht-anlagebasierten Versicherungsprodukten vorgelegt. Das sogenannte Insurance Product Information Document (IPID) soll – so zumindest der Gedanke – den Verbrauchern schnell und übersichtlich alle von ihnen benötigten Informationen zu den jeweiligen Versicherungsprodukten liefern.  

Laut Entwurf der Versicherungsaufsicht sollen die Kernmerkmale („key features“) in einem leicht verständlichen Frage & Antwort-Format dargestellt werden. Die acht hierfür verwendeten Fragen sind laut Entwurf:  

  • Was ist versichert?

  • Was ist nicht versichert?

  • Gibt es Beschränkungen hinsichtlich des Deckungsumfanges?

  • Welche Orte umfasst der Versicherungsschutz?

  • Was sind meine Verpflichtungen?

  • Wann und wie muss ich zahlen?

  • Wann beginnt und endet der Versicherungsschutz?

  • Wie kündige ich den Vertrag?  

Der Inhalt der IPID war bereits zuvor festgelegt worden. So müssen diese unter anderem folgende Punkte unterhalten:  

  • Informationen über die Art der Versicherung

  • Eine Zusammenfassung des Deckungsumfangs, inklusive der der größten mitversicherten Risiken, der Deckungssumme und – falls zutreffend – den geographischen Umfang des Versicherungsschutzes sowie mögliche Risiken, die nicht im Deckungsumfang enthalt sind

  • Wie und wie lange Prämien zu zahlen sind

  • Verpflichtungen zu Vertragsbeginn sowie zu Laufzeiten des Vertrags

  • Verpflichtungen, wenn ein Anspruch auf Leistungen erhoben wird

  • Vertragslaufzeit

  • Informationen, wie der Vertrag beendet werden kann  

Als wichtigen Schritt in Richtung Verbraucherschutz bezeichnete EIOPA-Chef Gabriel Bernardino den IPID-Entwurf: „Kunden, die normalerweise keine langen vorvertraglichen Informationen lesen, werden nun in die Lage versetzt, verschiedene komplizierte Nicht-Lebens-Versicherungsprodukte zu vergleichen und informierte Entscheidungen zu treffen.  

Den EIOPA-Entwurf finden Sie hier.  

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