Dividenden als Kapitaleinkommen

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Viele Anleihen sind laut einer Studie für den Kapitalerhalt ungeeignet. Stattdessen sollten Anleger auf die jährlichen Gewinnausschüttungen der Aktiengesellschaften setzen.

Dividenden rücken zunehmend in den Blick von Anlegern.

Dividenden rücken zunehmend in den Blick von Anlegern. Foto: Markgraf-Ave - Pixabay.de

Dividenden rücken zunehmend in den Blick für die Erzielung von Kapitaleinkommen. Der Grund: Mit soliden Anleihen lässt sich nicht einmal die Kaufkraft erhalten. Hierauf weist Allianz Global Investors hin in einer Studie hin. Demnach sind 28 Prozent aller umlaufenden Staatsanleihen der Industrieländer negativ. Zwar seien zum Beispiel in den USA die Umlaufrenditen positiv, aber nach Abzug der Inflationsrate lägen die Nominalrenditen im Minusbereich, und das für Laufzeiten mit bis zu zehn Jahren.

Neuer „Aktienzins“

„Wer so spart, verliert mit Sicherheit Kaufkraft. Eine derartige Anlage ist nicht für den Kaufkrafterhalt und schon gar nicht für den Kapitalerhalt geeignet“, betont die Kapitalanlagegesellschaft. Daher sei verständlich, dass die jährlichen Gewinnausschüttungen der Unternehmen an ihre Eigentümer als der neue „Aktienzins“ gesehen werden, wenn es auch hier nicht ohne Schwankungen bei der Aktienanlage gehe. Noch nie sei die Diskrepanz zwischen Dividenden- und Anleiherendite so groß gewesen wie heute. Insbesondere europäische Unternehmen zeigten sich im internationalen Vergleich ausschüttungsfreundlich. So habe deren Dividendenrendite Ende 2016 marktweit bei durchschnittlich 3,5 Prozent gelegen.

Durch eine Fokussierung auf dividendenstarke Titel ließe sich die zu erwartende Dividendenrendite im Portfolio weiter erhöhen. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass Dividenden dem Depot zu mehr Stabilität verhelfen können. Seit Anfang der 1970er Jahre bis heute war die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage für den MSCI Europa zu ungefähr 38 Prozent durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen, schreibt Allianz Global Investors in der Studie.

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