Deutsche ratlos bei Renditen

Investmentfonds von Martin Thaler

Ein beträchtlicher Teil der Befragten scheint bei der Geldanlage jedoch auch hilflos zu agieren. Auf die Frage, welche Anlageformen mit Blick auf die niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank denn eine höhere Rendite versprechen würden, gaben sich 42 Prozent ratlos – sie konnten keine Alternativen benennen. 28 Prozent nannten indes Aktien und Fonds. Auch Immobilien werden immer wichtiger: Nannten im Vorjahr noch 22 Prozent Immobilienanlagen als renditestark, waren es in diesem Jahr bereits 25 Prozent.  

Noch einmal zum Thema Fonds: Hier wird von Seiten der Anleger zunehmend auf Diversifikation gesetzt. So hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Menschen, die in zwei bis drei Fonds investieren, auf nun 42 Prozent (2016: 40 Prozent) erhöht. Die Zahl der Anleger mit vier oder fünf Fonds im Depot stiegt um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun 19 Prozent.  

„Dieses Ergebnis zeigt, dass viele Anleger die Bedeutung der Diversifizierung erkannt haben und Chancen und Risiken breiter streuen. In der Niedrigzinsphase können gerade Mischfonds die Schwankungen des Börsenmarktes über eine breite Diversifikation ausgleichen, ohne auf Rendite zu verzichten. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sich durch ihre vielen Standbeine an das wechselhafte Marktgeschehen erheblich besser anpassen können als reine Aktienfonds – durch die Streuung sinkt das Risiko", kommentiert Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management, das Ergebnis.

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