Wie Pflegeberatung digital wird

Berater von Michael Fiedler

Elektronische Gesundheitsprüfung, digitaler Abschluss und Schadenabwicklung ohne Sachbearbeiter – welche Wege Versicherungen bei der Digitalisierung der Pflegeberatung gehen.

Digitalisierung Pflegeberatung Versicherung

Werden Papierberge durch vollautomatische Prozesse endlich kleiner? Fotolia / jat306

16 statt 106 – die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat eine Radikal-Verschlankung in der Angebotspalette vollzogen. Seit Jahresbeginn bietet der Versicherer nur noch 16 statt bisher 106 Versicherungen an. Dr. Knoll, Vorstandsvorsitzender der DFV, zeigt sich überzeugt: „Niemand bietet so einfache Produkte wie wir.“
Diese „neue Einfachheit“ braucht es auch: Denn die DFV hat ihren gesamten Abschlussprozess „volldigitalisiert“. Das wiederum bedeutete auch Einsparungen beim Personal. Um 15 % sei man geschrumpft – sozialverträglich, wie der Versicherer betont.

Sofortregulierung komplett online

Gegenüber procontra hatte Knoll bereits angekündigt, Ende 2017 keine Sachbearbeiter mehr zu haben. Das soll ohne weiteren Stellenabbau funktionieren, indem die Sachbearbeiter zu „Kundenbetreuern weiterqualifiziert“ werden.
Die DFV plant, bis Jahresende die Sofortregulierung bei Leistungs- und Schadensfällen komplett online abwickeln zu können.

Digitale Gesundheitsprüfung

Auch die Gothaer bietet ab sofort einen vollständig digitalisierten Antragsprozess im Pflegebereich. Im Pflegevergleichsrechner von ObjectiveIT (Levelnine) ist für den Gothaer MediPG neben der elektronischen Unterschrift nun auch eine elektronische Gesundheitsprüfung möglich. Diese wird dokumentiert und online an die Gothaer versandt.