Umgang mit Medien: 9 Tipps für Makler

Berater Top News von Michael Fiedler

Wollen sich Versicherungsmakler einen Namen als Experte machen, kommen sie an Medien nicht vorbei. Doch nicht immer verläuft die Zusammenarbeit so, wie Makler sich das gedacht hat. Neun Tipps, worauf Makler im Umgang mit Medien achten sollten.

9 Tipps für Makler zum Umgang mit Medien

Wie sollten sich Makler verhalten, wenn eine Presseanfrage eintrifft? procontra gibt 9 Tipps.

Erst kürzlich sorgte ein WDR-Beitrag für Ungemach: Die Zitate eines Maklers wurden so wiedergegeben, dass der Eindruck erweckt wurde, die Kritik beziehe sich ausschließlich auf Versicherungsmakler.

Die Reaktionen auf Facebook zeigten: Leider kein Einzelfall. Doch ganz auf die Kooperation mit Medien zu verzichten, ist keine gute Option, wenn Makler ihren Expertenstatus ausbauen wollen und die Präsenz von Blog oder Webseite stärken wollen.

Damit Makler im Umgang mit Medien sicherer werden, hat procontra 9 Tipps zusammengestellt:

  • Tipp 1: Nicht abwimmeln!
    Sie erhalten eine Anfrage, zu einem Thema, in dem Sie sich nicht auskennen. Wimmeln Sie die Anfrage nicht einfach ab oder lassen sie unbeantwortet. Können Sie selbst keine inhaltliche Auskunft erteilen, ist es ratsam, einen geeigneten Ansprechpartner zu vermitteln. Denken Sie dabei auch an Verbände, denen Sie angehören.
  • Tipp 2: Absagen, wenn Rufschädigung voraussehbar ist!
    Lässt bereits die Fragestellung erkennen, dass sich der geplante Beitrag eignen wird, um das Ansehen der Branche und Ihres Berufsstandes zu schädigen, lehnen Sie die Anfrage höflich aber bestimmt ab.
  • Tipp 3: Checken Sie die Redaktion!
    Ist Ihnen die anfragende Redaktion oder das Medium nicht bekannt, sollten Sie bei Kollegen nachfragen, wie deren Erfahrungen mit dem anfragenden Medium sind. Facebook-Gruppen sind für derartige Fragen bestens geeignet. So verhindern Sie, dass Sie plötzlich in einem Medium auftauchen, das z.B. strittige politische Positionen einnimmt.
  • Tipp 4: Führen Sie ein Vorgespräch!
    Ist ein Interview geplant, sollten Sie mit dem Redakteur ein Vorgespräch führen. Hier wird deutlich, in welche Richtung sich das Interview entwickeln kann. Für Redakteure dient das Vorgespräch auch dazu, Hintergrundinformationen einzusammeln, die nicht zwangsläufig im Interview Verwendung finden.
  • Tipp 5: Für wen ist der Beitrag geplant?
    Fragen Sie, für wen der Beitrag gedacht ist. Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob Sie einem Fach- oder einem Publikumsmedium Rede und Antwort stehen. Sie sollten die Verwendung von Fachbegriffen entsprechend anpassen.
  • Tipp 6: Bleiben Sie vorsichtig! 
    Werden Sie zu heiklen Themen befragt, etwa laufenden Gerichtsverfahren, sollten Sie sich zurückhalten. Vorsicht gilt insbesondere auch bei der Nennung von konkreten Wettbewerbern oder Personen.
  • Tipp 7: Bestehen Sie auf einer Freigabe!
    Fordern Sie die Redaktionen auf, Ihnen eine Freigabe vorzulegen. Bedeutet: Sie würden die TV-Beiträge oder/und Interview vor Veröffentlichung sehen bzw. lesen.
    Das Problem: Jede Redaktion verfährt hier anders. Üblich bei TV-Beiträgen ist, dass Mitwirkenden jene Ausschnitte gezeigt werden, in denen sie vorkommen. Meist allerdings ohne die Einordnung vorher oder im Anschluss.
    procontra schickt Interviewpartnern vor Veröffentlichung eine Textversion zu fachlichen Kenntnisnahme.
  • Tipp 8: Selber Mitschneiden!
    Fragen Sie bei einem Interview, ob Sie das Gespräch auch selbst mitschneiden können. In Zeiten von Smartphones ist das technisch kein Problem. Im Streitfall haben Sie so Material, mit dem Sie belegen können, dass Sie falsch zitiert worden.
  • Tipp 9: Vermeiden Sie Verwertungs-Ärger!
    Auch wenn Sie als Experte in einem Zeitungsinterview zitiert werden, bedeutet das nicht, dass Sie den Artikel z.B. auf Ihrer Webseite nutzen dürfen.
    Klären Sie die Nutzungsrechte mit dem Verlag des anfragenden Mediums im Vorfeld.
    procontra-Artikel dürfen verwendet werden, wenn ein Link zur Startseite oder dem Einzelbeitrag gesetzt wird.
    Sollen Artikel in Vertriebsunterlagen genutzt werden, ist eine individuelle Anfrage notwendig.

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