Hier kommt Flypper

Top News Versicherungen von Martin Thaler

Procontra: Und produkttechnisch?  

Groenen: Wir starten mit den Themen Privathaftpflicht, Hausrat, Gebäude, Unfallversicherungen sowie Tierhalterhaftpflicht und uns dabei sowohl aufs B2B2C- als auch B2C-Geschäft konzentrieren.  

Procontra: Das heißt, sie wollen sich nicht nur ausschließlich an den Endkunden direkt richten, sondern sich auch an Makler wenden?  

Groenen: Wenn ich mir heute anschaue, wo das Neugeschäft generiert wird, dann kommt man an der Ausschließlichkeit und Maklern nicht vorbei. Nur zwölf Prozent des Neugeschäfts erfolgt derzeit über den Online-Kanal, und da zähle ich jetzt Vergleichsportale wie Check24 und Transparo schon zu. Dass sich das in den kommenden drei, fünf, sieben Jahren ändert, ist völlig klar. Aber wenn ich heute starten will, muss ich mich auch den heutigen Marktgewohnheiten anpassen.  

Procontra: Noch einmal zurück zu ihren Produkten. Inwiefern werden diese sich von der Konkurrenz abheben?  

Groenen: Eine Privathaftpflicht bleibt erst einmal eine Privathaftpflicht. Natürlich gibt es kleinere Stellschrauben hier und da, aber im Grunde bleiben die Produkte gleich.  Hier wollen wir auch keine verrückten Experimente starten, hier zählen für uns Erfahrungswerte und Statistiken, die wir in unsere Produktentwicklung einfließen lassen. Wichtig sind uns jetzt erst einmal ganz andere Themen, wie beispielsweise Kommunikation mit den Kunden. Das wird bislang sehr intransparent und  zu kompliziert  gehandhabt – das wollen wir anders machen.  

Procontra: Und zwar?  

Groenen: Meiner Meinung besteht die Kunst darin, die Komplexität zu reduzieren. Angefangen in der Kommunikation zum Kunden bis hin zu den Bedingungswerken. Versicherer tendieren dazu, Dinge zu verkomplizieren. Wir wollen einfacher erklären, einfacher kommunizieren. Wenn du die Leute in der Fußgängerzone fragst nach dem Unterschied zwischen Privathaftpflicht oder Hausrat, das können dir doch die wenigsten erklären.  

Procontra: Wie sehen jetzt die nächsten Schritte aus?  

Groenen: Wir arbeiten derzeit auf unseren Launch hin. Dabei wollen wir unser Team, das derzeit aus zehn Leuten besteht, erweitern. Und wir stecken mitten in der Entwicklung unserer Mobile App, die es auch geben soll.          

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