Abschlusskosten sollen erst 2018 wieder Thema werden

Berater Top News Meistgeklickt von Martin Thaler

27 Fragen zum Thema Lebensversicherung stellte die Partei "Die Linke" zum Thema Lebensversicherung an die Bundesregierung - nun liegen die Antworten vor.

Unzufrieden mit den Antworten der Bundesregierung zeigt sich die Partei "Die Linke" (hier Fraktionsvorsitzende Sarah Wagenknecht).

Unzufrieden mit den Antworten der Bundesregierung zeigt sich die Partei "Die Linke" (hier Fraktionsvorsitzende Sarah Wagenknecht). Foto: dpa

27 Fragen stellte die Bundestagsfraktion der Partei „Die Linke“ jüngst im Rahmen einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung – Thema: Lebensversicherung. Nun hat die Bundesregierung den Fragenkatalog der Abgeordneten beantwortet (die Antwort liegt procontra vor).  

Beim Thema Abschlusskosten hält sich die Bundesregierung dabei bedeckt. Wie berichtet hatte „Die Linke“ gefragt, ob hinsichtlich „ernüchternder“ Zahlen aus Sicht der Bundesregierung bei der Reduzierung der Abschlusskosten Nachbesserungsbedarf bestehe. Die Bundesregierung merkte hierzu an: „Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat das Bundesministerium der Finanzen gebeten, das Lebensversicherungsreformgesetz zum Stichtag 1. Januar 2018 zu evaluieren und im Laufe des Jahres 2018 darüber zu berichten. Eine vorgezogene Analyse einzelner Aspekte wäre nicht angemessen; denn das Lebensversicherungsreformgesetz enthält ein Bündel von Maßnahmen, die unterschiedlich schnell wirken.“

Auch auf die Frage der Parlamentarier, ob die Bundesregierung Lebensversicherungen angesichts der gesunkenen Gewinnbeteiligung der Kunden als Auslaufmodell betrachte. Hierzu merkte die Regierung an, dass aufgrund des derzeitigen Zinstiefs alle konservativ ausgerichteten Anlage- und Altersvorsorgeprodukte eine rückläufige Rendite erführen. Es liege bei den Verbrauchern, eine Abwägung zwischen Renditechancen und Risiken zu treffen. Als Bundesregierung wolle man indes keine Empfehlung im Bezug zu einzelnen Produkten geben.  

Thema war auch der jüngst durchgeführte Stresstest der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA. Dieser hatte ergeben, dass bei andauernden Niedrigzinsen den europäischen Versicherern Belastungen in Höhe von 100 Milliarden Euro drohen, wovon insbesondere die deutschen Lebensversicherer betroffen wären. Die Ergebnisse des Stresstests sorgen bei der Bundesregierung jedoch offenbar nicht sonderlich für Besorgnis.

Seite 1: Bundesregierung gibt sich bei Abschlusskosten bedeckt
Seite 2: Linke bemängelt Intransparenz im Überschusssystem

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare