38 Prozent der Anleger wünschen „Betongold“

Investmentfonds Top News von Stefan Terliesner

Wer einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hätte, würde eine Immobilie kaufen. Auch Fondsanteile sind einigermaßen beliebt. Aber das Sparbuch ist nicht totzukriegen.

Immobilien Betongold Geldanlage 2017

Trotz Niedrigzinsen ist das Sparbuch nicht totzukriegen. Fotolia / kamasigns

Welche Produkte stehen auf der Wunschliste für 2017? Das fragten die Meinungsforscher der GfK im Auftrag des Bankenverbandes einen repräsentativen Anteil der Wohnbevölkerung in Deutschland. Die Antwort: Immobilien, Immobilien, Immobilien! Für 38 % der Anleger wäre  „Betongold“ die erste Wahl, wenn sie einen größeren Geldbetrag für eine Investition zur Verfügung hätten. Aber auch die Anziehungskraft des echten Goldes (22 %) und von festverzinslichen Wertpapieren (18 %) ist gestiegen. Fondsanteile (26 %), Sparkonto/-plan, Tagesgeld und Aktien (jeweils 23 %) und Festgeld (20 %) werden ebenfalls häufig genannt (Mehrfachnennungen möglich).

Eine weitere Frage: Werden die Anleger mutiger? „Die klare Antwort lautet: nein, die Risikoaversion der Deutschen bei der Geldanlage ist nur leicht gesunken“, heißt es in der Pressemitteilung des Bankenverbandes. Demnach wollen nach wie vor neun von zehn Befragte lieber kein höheres Anlagerisiko eingehen, um ihre Renditechancen zu verbessern. „Dies ist keine gute Nachricht, denn eine langfristige Vermögensplanung kommt in der weiterhin anhaltenden Niedrig(st)zinsphase ohne Anlageformen mit höheren Renditechancen nicht aus“, meint der Bankenverband. Zwar gelte es, Chancen und Risiken immer im Einzelfall abzuwägen. Um das Wohlstandsniveau auch im Alter halten zu können, sei bei der Anlagestrategie aber zu einer ausgewogenen Risikomischung zu raten. 

Welche Anlageprodukte waren 2016 beliebt?

Während 2015 noch 31 % der Befragten das Sparkonto als bevorzugtes Anlageprodukt nannten, sind es aktuell nur 22 %. Damit liegt das Sparkonto gleichauf mit dem Tagesgeld. Fondsanteile (20 %), Immobilien (17 %), Aktien (16 %), Gold (6 %) und andere Edelmetalle (2 %) sind in der Gunst der Anleger mehr oder weniger konstant geblieben. An Beliebtheit abgenommen haben auch Festgeld (von 18 % auf 11 %) und festverzinsliche Wertpapiere (von 9 % auf 6 %).

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