Wer Krankenzusatzversicherungen abschließt

PKV von Sebastian Wilhelm

Das Interesse an Krankenzusatzversicherungen ist ungebrochen. Doch welche Zielgruppen fühlen sich eigentlich von den Angeboten besonders angesprochen?

Fotoquelle: fotolia.com/alexkich

Gut 17 Millionen Krankenzusatzpolicen gab es 2005 in Deutschland, im letzten Jahr waren es fast 25 Millionen. Die enorme Beliebtheit dieser Versicherungsgattung resultiert aus der anhaltenden Leistungsschwäche der gesetzlichen Kassen. Wer es sich leisten kann, schließt die beträchtlichen Schutzlücken in der GKV mit einer privaten Lösung. Und auch wer nur wenig Geld übrig hat, sollte bedenken, dass man beispielsweise mit einer Zahnzusatzpolice langfristig – je nach Versorgungsaufwand – sparen kann. Für Makler jedenfalls sind Krankenzusatzversicherungen ein niedrigschwelliges Türöffnerprodukt, dessen Sinn sich jedem ohne große Erklärungen erschließt.

Wen aber sollte man als Makler idealerweise auf das Thema ansprechen, bei welchen Zielgruppen besteht das größte Interesse? Antworten findet man im Sozio-ökonomischen Panel (SOEP), einer repräsentativen Wiederholungsbefragung deutscher Haushalte, die vom DIW Berlin 2014 hinsichtlich Krankenzusatzversicherungen ausgewertet wurde.

  

Wie die Tabelle zeigt, ist das Einkommen ein wesentlicher Faktor – was niemanden überraschen dürfte. Interessant aber ist, dass auch in Haushalten mit maximal 1.000 Euro Einkommen jeder zehnte GKV-Versicherte eine Zusatzpolice abgeschlossen hat. Ähnlich verhält es sich mit der Berufsbildung: Zwar steigt die Zusatzpolicen-Durchdringung mit dem Bildungsgrad; doch auch mehr als jeder Zehnte ohne Abschluss hält einen Vertrag. Frauen sind tendenziell eher zusatzversichert, ebenso wie Kassenpatienten im mittleren Alter.

Darüber hinaus bietet die tabellarische Auswertung auch noch einige andere Einsichten, die für Makler interessant sein können. Unabhängig von allen statistischen Tendenzen gilt jedoch: Eine private Krankenzusatzversicherung ist für jeden GKV-Versicherten prinzipiell attraktiv.

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