Stationäre Krankenhauskosten steigen um knapp 4 Prozent

Versicherungen von Martin Thaler

2015 stiegen die stationären Krankenhauskosten auf rund 84,2 Milliarden Euro. Bei den Kosten je Fall gibt es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede.

Die stationären Krankenhauskosten sind 2015 gestiegen.

Die stationären Krankenhauskosten sind 2015 gestiegen. Foto: SilasCamargo - pixabay.de

Die stationären Krankenhauskosten sind im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes betrugen die Kosten für die stationäre Krankenhausversorgung im Jahr 2015 rund 84,2 Milliarden Euro – 2014 waren es noch 81,2 Milliarden Euro gewesen.  

Rechnet man diese Summe auf die 19,2 Million Patienten um, die 2015 vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, lagen die Krankenhauskosten je Fall bei durchschnittlich 4.378 Euro – ein Anstieg von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (4.239 Euro). 

Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich im Jahr 2015 auf 97,3 Milliarden Euro (2014: 93,7 Milliarden Euro). Größter Kostentreiber sind dabei die Personalkosten, die gegenüber 2014 um 4,1 Prozent auf 58,5 Milliarden Euro stiegen. Die Sachkosten stiegen um 3,4 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro, weitere 1,3 Milliarden Euro (+4,3 Prozent) sind Aufwendungen für den Ausbildungsfonds. Hinzu kommen Ausgaben für nichtstationäre Leistungen (unter anderen Ambulanz, Forschung & Lehre).  

Die höchsten durchschnittlichen Kosten je Fall wurden in Hamburg verzeichnet (5.013 Euro). In Brandenburg (3.953 Euro) und Bremen (3.989) waren sie hingegen am niedrigsten.