S&K: Haftstrafe im ersten Urteil

Sachwerte Top News von Matthias Hundt

Lange war es ruhig um den einstigen S&K-Skandal. Nun, fast vier Jahre nach der Razzia sprach das Landgericht Frankfurt das erste Urteil.

Das Landgericht Frankfurt/ Main urteilte nun erstmals im S&K-Fall_ Foto: PCFreunde.de

Der S&K-Skandal bestimmte 2013 die Schlagzeilen der Finanzwelt. Im Februar 2013 stürmten über 1.000 Ermittlungsbeamte in insgesamt sieben Bundesländern die Räumlichkeiten der Immobiliengruppe S&K. Haftbefehle gegen sechs Haupttäter ergingen, darunter auch die beiden S&K-Gründer Jonas K. und Stephan Sch. In den Folgewochen und -monaten wurde das Ausmaß und das Netzwerk klarer. Tochtergesellschaften meldeten Insolvenz und die Staatsanwaltschaft nahm auch den TÜV Süd unter die Lupe. Schließlich sprang auch noch einer der Gründer, Stephan Sch., sogar aus dem Fenster des Frankfurter Landgerichts.

Hauke B.: 5 Jahre und 3 Monate Haft
Wie heute die dpa vermeldete, wurde am Montag der Wertpapierhändler Hauke B. (50) vom Landgericht Frankfurt zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Aufgrund des Gesundheitszustandes von B. war dieser nach drei Jahren und zehn Monaten U-Haft entlassen worden. Damit hat B. einen Großteil der im Urteil gesprochenen Haftstrafe bereits verbüßt. Die Staatsanwaltschaft hatte unter Berücksichtigung der „eingeschränkten Verhandlungsfähigkeit“ Bs das Verfahren abgetrennt.

Laut dpa-Meldung wurden zahlreiche Vorwürfe gegen ihn fallengelassen und die Anklage auf neun Untreue-Vorwürfe mit einem Volumen in einstelliger Millionenhöhe beschränkt. Der Prozess gegen die übrigen fünf Angeklagten - darunter die S&K-Gründer Stephan Sch. und Jonas K. - wird fortgesetzt. Vier von ihnen sitzen noch in Untersuchungshaft. Es geht um Wirtschaftsstraftaten im Volumen von rund 240 Millionen Euro.

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