Container-Investments: Solvium mit Warteliste; MMS vor Verkauf?

Sachwerte von Michael Fiedler

Während Solvium Capital Abschied vom Oldie „Container 13-05“ nimmt, rollt der NDR die Pleite des Hamburger Unternehmens Magellan Maritime Services (MMS) auf.

Container-Investments

Die Investition in Container kann lohnen. Bild: snoku / pixabay

Abschied zum Jahresende: Solvium Capital schließt das Angebot „Container Invest 13-05“. Noch bis Ende des Jahres sind Beteiligungen möglich. Die Nachfrage sei so hoch, dass man mit einer Warteliste arbeiten müsse, so das Unternehmen. 

Grund für das Nachfrage-Hoch seien die hohen Ausschüttungen von 10,17 % jährlich und ein Rückkaufwert von 82,56 %. Wer einen 20-Fuß-Standardcontainer erwerben will, muss 1.720 Euro zahlen, ein Agio wird nicht erhoben. Die Mindestlaufzeit von 3 Jahren kann vom Investor um zweimal zwei Jahre verlängert werden. Ein erstes Rückkaufangebot würde der Investor bereits nach 18 Monaten erhalten, verspricht Solvium Capital.
Doch zum Jahresende ist Schluss damit. Das Modell stammt noch aus Zeiten, in denen der Containerdirektinvestments nicht reguliert waren. Aktuell würde eine weitere Vermögensanlage für ein Container-Direktinvestment nach den Vorgaben des Kleinanlegerschutzgesetzes vorbereitet, so Solvium Capital.

Riskantes Geschäft

Dass Solvium ein Nachfragehoch verzeichnet, ist insoweit verwunderlich, als dass die Anbieter solcher Containerdirektinvestments ein schwieriges Jahr hinter sich haben.
So mussten die Anleger beim Container-Vermieter Buss Investor Services Einbußen hinnehmen. Im April wurde den Container-Investoren mitgeteilt, dass die volle Miete für die Container nicht ausgezahlt werden kann. Grund dafür sei, dass viele Ölfirmen aufgrund des niedrigen Ölpreises ihre Bohrvorhaben erst einmal auf Eis legten, die Container somit nicht gebraucht würden.

Wem gehören die Container?

Mitte des Jahres musste das Hamburger Unternehmen Magellan Maritime Services (MMS) Insolvenz anmelden. Betroffen sind davon knapp 9.000 Anleger. Der Insolvenzverwalter der MMS, Peter-Alexander Borchart, entschied, dass die Containermieten nicht an die Investoren ausgeschüttet werden, sondern der Insolvenzmasse zufallen.

Im Oktober hätte die Gläubigerversammlung einen neuen Insolvenzverwalter bestimmen können – tat sie aber nicht. Stattdessen wurde Borchart beauftragt, Käufer für Magellan zu finden. Doch spätestens wenn der Verkauf ansteht, wird die Frage, wem die Container denn nun tatsächlich gehören, geklärt werden müssen.

Wie das Modell Magellan funktionierte und warum es zu den Liquiditätsproblemen kam, ist Thema im NDR Fernsehen. Am 13.12.2016 widmet sich der Sender 21.15 Uhr dem Fall Magellan.

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