Zulagenkürzung bei Riester-Sparern vermeiden

Berater von Stefan Terliesner

Makler aufgepasst: Kunden, die in einen Riester-Vertrag einzahlen, sollten noch 2016 darauf achten, dass der Eigenbeitrag hoch genug ist, um die vollen Zulagen vom Staat zu erhalten.

Zulagenkürzung bei Riester-Sparer vermeiden

Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen Riester-Sparer auf einige Punkte achten.

Auf die Möglichkeit der Zulagenkürzung bei Riester-Verträgen weist die uniVersa Versicherung hin. Von den rund 16,5 Millionen Riester-Sparer würden nur etwa sechs Millionen die vollen Zulagen erhalten, schreibt das Unternehmen unter Verweis auf Daten der Bundesregierung. Und weiter: Oftmals werden die Zulagen anteilig gekürzt, weil zu wenig in den Vertrag einbezahlt wurde.

Als Mindesteigenbetrag müssen vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahres-Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen gespart werden – mindestens jedoch 60 Euro pro Jahr. Dann gibt es die volle Grundzulage von 154 Euro sowie für jedes Kind eine Kinderzulage von 185 Euro oder für ab 2008 geborene Kinder von 300 Euro.

Kleines Rechenbeispiel

Dazu Beispiel von uniVersa: Eine Arbeitnehmerin mit einem 6-jährigen Sohn und einem Vorjahresbruttoeinkommen von 15.000 Euro spart monatlich 10 Euro. Die volle Grund- und Kinderzulage von 454 Euro erhält sie nur, wenn sie in diesem Jahr mindestens 146 Euro selbst spart. Zusätzlich zu ihrem Beitrag von 120 Euro sollte sie also noch 26 Euro in 2016 einzahlen, um eine Zulagenkürzung zu vermeiden.

In der Regel genügt ein kurzes Schreiben an den Anbieter, dass man eine einmalige Sonderzahlung leisten oder den Beitrag erhöhen will, so die uniVersa. Das Geld muss noch in diesem Jahr verbucht werden. Alternativ kann die Sonderzahlung auch unter Angabe der Versicherungsnummer selbst überwiesen werden.