Warum die PKV das gesamte Versorgungsniveau hebt

PKV von Sebastian Wilhelm

Zwar sind es zunächst die Privatversicherten, die neue Verfahren, Medikamente und Hightech-Methoden in Anspruch nehmen können. Vergessen wird aber oft: Die Pionierarbeit der PKV ebnet erfolgreichen Innovationen den Weg in die breite Anwendung. Und am Ende profitieren alle davon.

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Private Krankenversicherung bedeutet in erster Linie: die beste Behandlung. Die Ärzte haben die Freiheit, auch neueste Errungenschaften der medizinischen Forschung einzusetzen. Kassenpatienten dagegen müssen im ambulanten Bereich mit dem sogenannten Erlaubnisvorbehalt leben: Die GKV übernimmt die Kosten für Diagnose- und Therapiemethoden erst dann, wenn der Gemeinsame Bundessausschuss (GBA) bestätigt hat, dass diese eine „ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung“ gewährleisten. Das kann schon mal zehn Jahre oder länger dauern – wohlgemerkt, nach Abschluss der erfolgreichen klinischen Studien und nach Markteinführung.

In dieser Zeit genießen lediglich Privatversicherte in der Regel einen Anspruch auf die innovativen Verfahren und Medikamente. Das bedeutet nicht, dass die privaten Krankenversicherer jeden Firlefanz bezahlen würden, der auf dem riesigen Gesundheitsmarkt angeboten wird. Natürlich werden auch hier Qualitätsmaßstäbe angelegt. Im Zweifel sollte also vorab mit dem Versicherer geklärt werden, ob die Kostenübernahme gilt. Fakt ist jedoch: Es gibt eine Mehr-Klassen-Medizin in Deutschland (genauso wie in praktisch allen anderen Ländern). Und die Privatversicherten rangieren in den oberen Klassen. Ist das nun ungerecht gegenüber den Kassenpatienten?

PKV hilft langfristig allen
Wenn Kunden mit derlei Vorbehalten zu ihnen kommen, können Makler guten Gewissens verneinen. Die Kassenpatienten profitieren nämlich mittelbar ebenfalls von dem privaten Zweig. Die PKV-Anbieter sorgen für eine effektive Verbreitung von Innovationen und Fortschritten. Das betrifft Diagnoseverfahren ebenso wie Hightech-Gerätschaften, Medikamente ebenso wie Versorgungsprozesse. Hat sich eine Neuerung als segensreich – also als der herkömmlichen Verfahrensweise überlegen – entpuppt, wird sie als „Best Practice“ nach und nach in der ganzen Breite des Gesundheitswesens eingeführt. So wird das Versorgungsniveau stetig (nicht nur, aber auch ganz wesentlich) von der PKV nach oben gezogen.

Zusammenfassend kann man also sagen: Von der privaten Krankenversicherung profitieren zuerst und vor allem deren Kunden, auf lange Sicht aber auch alle anderen. Nicht zuletzt zeigen auch die abschreckenden Beispiele vergleichbar wohlhabender Länder, die eine Einheitsversicherung eingeführt haben, dass das in Deutschland bestehende duale Versorgungssystem der Allgemeinheit am besten dient. Wer die PKV als „unsolidarisch“ geißelt, verkennt diese Zusammenhänge.