Vermittlerbarometer: So konsolidiert sich der Markt

Berater Top News von Michael Fiedler

Wie viele Makler planen, ihre Geschäftstätigkeit innerhalb der nächsten Jahre einzustellen? Wie entwickelten sich die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr und welche Zukunftsaussichten haben Vermittler? Antwort auf diese Fragen liefert das aktuelle AfW-Vermittlerbarometer, das der Verband in Berlin vorstellte.

AfW-Vorstände und Team

Das AfW-Team und die Vorstände Brückner, Rottenbacher und Wirth. Bild: AfW/ O. Lepold

Ein Großteil der Vermittler mit Zulassungen gemäß § 34 f und 34 d GewO wird die Tätigkeit innerhalb der nächsten 15 Jahre einstellen. Das geht aus dem 9. AfW-Vermittlerbarometer (liegt procontra vor) hervor, 

das der Bundesverband Finanzdienstleistungen am Mittwoch auf dem Hauptstadtgipfel vorstellte.

Den Umfrage-Ergebnissen zufolge, plant ein Großteil der Vermittler die Aufgabe der Tätigkeit (siehe Grafik; klicken zum Vergrößern).

Gewinne sinken leicht

Gerade bei jenen Maklerunternehmen, deren Gewinn unterhalb von 50.000 Euro pro Jahr liegt, sinkt der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Ein Großteil der 1.015 Befragten – nämlich knapp 29 Prozent – geben an, dass der Gewinn ihres Unternehmens bei etwa 55.000 Euro pro Jahr liegt. Aus den Zahlen lässt sich ableiten: Kleinere Maklerunternehmen haben mit sinkenden Gewinnen zu kämpfen, während größere Makler stabil bleiben oder sogar zulegen können.

Zukunftsaussichten positiv

Ein klarer Aufwärtstrend ist bei den Zukunftsaussichten zu beobachten. Knapp die Hälfte der Befragten (49,93 %) sieht die Geschäftsentwicklung in den kommenden ein bis drei Jahren positiv. Im Vorjahr waren es noch 46,03 Prozent. 12,58 Prozent der Befragten sehen „sehr positiv“ in die Zukunft (Vorjahr: 11,18 %).
Im Gegensatz dazu sank die Zahl derer, die „negative“ (von 10,62 % auf 9,96 %) oder „sehr negative“ Erwartungen (von 1,05 % auf 0,92 %) mit ihrer geschäftlichen Zukunft verbinden.

Die Befragten sind zu 78 Prozent Makler und knapp die Hälfte (48 %) ist Mitglied im AfW.

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