Umstrittener Werbespot: Das sagt die HUK

Berater von Martin Thaler

Der Werbespot der HUK-Direktversicherungstochter HUK 24 sorgte für wütende Reaktionen in der Branche. Procontra fragte beim Versicherer nach, wie er die Situation bewertet.

Die HUK Coburg stand aufgrund eines Werbespots zuletzt stark in der Kritik.

Die HUK Coburg stand aufgrund eines Werbespots zuletzt stark in der Kritik. Foto: HUK Coburg

Es war ein Werbespot, der für viel Ärger sorgte: Die HUK 24, die Direktversicherungstochter der HUK Coburg, hatte jüngst einen Werbespot veröffentlicht, der die gesamte Branche in einem höchst fragwürdigen Licht erscheinen ließ.  

Die Reaktion der Branche folgte postwendend. Der Berufsverband AfW adressierte einen offenen Brief an die HUK-Vorstände, der in sehr deutlichen Worten das Missfallen des Verbandes zum Ausdruck brachte.  Auch der BVK erklärte, die HUK 24 schriftlich ermahnt zu haben, diese Art von Werbung zu unterlassen.   Mittlerweile hat die HUK reagiert und den Spot aus dem Netz genommen. Doch wie steht der Coburger Versicherer sonst zur Sache.

Procontra fragte bei der HUK nach und erhielt folgendes Statement:   „Wir bedauern, dass der satirisch persiflierende Werbespot der HUK24 für Irritationen gesorgt hat. Der beanstandete Werbespot, der ohnehin nur bis zum 4. November und ausschließlich online gezeigt werden sollte, wird nicht mehr ausgestrahlt.  

Bevor derartige Werbemaßnahmen online gestellt werden, erfolgt stets eine rechtliche Bewertung, auch unter Einbeziehung externer Berater. Wettbewerbsverstöße konnten in diesem Zusammenhang ausgeschlossen werden. Anlehnende Werbemaßnahmen mit satirisch-persiflierendem Schwerpunkt fallen unter das Äußerungsrecht eines jeden Unternehmens und sind als solche rechtlich zulässige Werbeformen.

Wie die vor längerer Zeit schon umgesetzte Neufassung der Wettbewerbsrichtlinien der Versicherungswirtschaft klar dokumentierte, können Verbandsregelungen aus kartellrechtlicher Sicht nicht zu einer Beschränkung des Wettbewerbs eingesetzt werden. Rechtlich zulässige Werbeformen müssen insoweit auch unter der Geltung der Regelungen des Verhaltenskodex Vertrieb zulässig sein und dürfen durch ihn nicht unzulässig beschränkt werden.“

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