Generali denkt über Stellenabbau nach

Versicherungen von Martin Thaler

Die Generali will Einsparungen vornehmen und sich aus weniger rentablen Märkten zurückziehen. Auch Stellenkürzungen wollte Vorstandschef Philippe Donnet nicht ausschließen.

Die Generali will ihre Kosten zurückzuschrauben.

Die Generali will ihre Kosten zurückzuschrauben. Foto: Generali

Die Versicherer kämpfen derzeit mit den anhaltenden Niedrigzinsen. Die Generali, Europas drittgrößter Versicherer, stellt hier keine Ausnahme dar. Nun wollen die Italiener reagieren. Auf einer Investorenveranstaltung in London teilte der Versicherer mit, sich aus weniger rentablen Märkten zurückziehen sowie seine Strukturen in anderen Ländern straffen zu wollen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur dpa.  

So sollen laut einer Pressemitteilung des Unternehmens eine Milliarde Euro durch den Verkauf von Unternehmensanteilen in unattraktiven Märkten erwirtschaftet werden. Dieser Prozess sei bereits gestartet worden mit Verkäufen in Lichtenstein und Guatemala. In den „reifen“, also entwickelten, Märkten wolle das Unternehmen die Betriebskosten zudem um 200 Millionen senken.  

Hiermit könnte auch ein Abbau von Stellen einhergehen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte in diesem Zusammenhang mit Berufung auf Insidern von bis zu 8.000 Stellen gesprochen. Eine Zahl, die Vorstandschef Philippe Donnet in London jedoch zurückwies. Einen möglichen Stellenabbau wollte er jedoch nicht ausschließen. Insgesamt beschäftigt die Generali weltweit 76.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es 13.000.

„Wir werden unsere geografische Präsenz optimieren und uns gleichzeitig Investitionen in den interessantesten Wachstumsmärkten sichern“, erklärte Donnet das Vorhaben des Unternehmens. Zudem wolle man in Zukunft weiter auf Data Analytics sowie „innovative Telematik-Produkte“ setzen.  

Die Generali hatte Anfang Juli seinen Vitality-Tarif für Risikolebens- sowie Berufsunfähigkeitsversicherungen auf den Markt gebracht. Auch im Bereich der KfZ-Versicherungen ist die Generali mit Telematiktarifen vertreten, auch über ihre Tochterunternehmen Aachen-Münchener sowie CosmosDirekt. Medienberichten zufolge rechnet Generali in den drei Tarifen des Konzerns bis Ende 2017 mit 20.000 bis 30.000 Kunden.