Ergo bleibt in den roten Zahlen

Versicherungen von Martin Thaler

Auch im dritten Quartal konnte die Ergo keinen Gewinn ausweisen, der Verlust belief sich auf 52 Millionen Euro. Bei der Konzernmutter Munich Re zeigt man sich hingegen zuversichtlich.

Auch im dritten Quartal verbuchte die Ergo ein Minus.

Auch im dritten Quartal verbuchte die Ergo ein Minus. Bild: Ergo

Nachdem die Ergo bereits im zweien Quartal einen Verlust hatte hinnehmen müssen (minus 34 Millionen Euro), konnte die Munich-Re-Tochter auch im dritten Quartal nicht in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Das operative Ergebnis der Ergo für Juli bis September fiel auf 80 Millionen Euro (Vorjahr: 113 Millionen Euro), das Konzernergebnis fiel auf minus 52 Millionen. Im Vorjahr war hier noch ein Plus von 100 Millionen Euro erwirtschaftet worden.  

Über alle Sparten hinweg sanken die Beitragseinnahmen um 4,2 Prozent auf 4.083 Millionen Euro. Im Segment Leben/ Gesundheit lagen die Beitragseinnahmen fast unverändert bei 2.302 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 2.297 Millionen Euro), auch im Segment Schaden/ Unfall blieben sie mit 700 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Ein starker Rückgang von 13,2 Prozent auf 846 Millionen Euro wurde hier im internationalen Geschäft verzeichnet. Das Unternehmen erklärte diesen mit dem Verkauf von Ergo Italia und einem geringeren Lebensversicherungsgeschäft in Polen.  

Mit der Umsetzung des  im Juni vorgestellten Strategieprogramms zeigte sich Ergo-Chef Markus Rieß zufrieden: „Zwar liegt noch harte Arbeit vor uns, um Ergo fit für die Zukunft zu machen. Wir erleben bei Ergo aber eine große Aufbruchsstimmung und kommen zügig voran.“  

Der negativen Ergo-Zahlen zum Trotz blickt die Munich Re auf ein erfolgreiches 3. Quartal zurück. So erzielte das Unternehmen in diesem Zeitraum einen Gewinn in Höhe von 684 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal lag der Gewinn noch bei 525 Millionen Euro.  

In Zukunft will das Unternehmen zum einen verstärkt auf Wachstumsmöglichkeiten in Schwellenländern setzen. „Dort gibt es bei bekannten Risiken wie Naturgefahren beträchtliche Unterversicherung“, erklärte Finanzvorstand Jörg Schneider. Zudem sollen die „Grenzen der Versicherbarkeit“ hinausgeschoben werden. Dies könnte unter anderem durch Versicherungslösungen für Risiken wie Pandemien geschehen. 

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