„Die breite Masse erreicht man so nicht!“

Berater von Stefan Terliesner

Daneben gebe es viele Detailregelungen, damit der Arbeitgeber in den Genuss von „pay and forget“ kommt. Nicht tarifgebundene Arbeitgeber/Arbeitnehmer könnten die Anwendung der einschlägigen tariflichen Regelung vereinbaren, wenn das Versorgungswerk zustimmt. Es sei zu bezweifeln, dass gerade kleine Firmen sich zugunsten von Geringverdienern tarifvertraglichen Regeln unterwerfen wollen. „Die breite Masse der tariflich ungebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird man daher so wohl nicht erreichen!“, betont der VDVM.

Und weiter: „Wenn die Arbeitgeberhaftung wirklich ein so gravierendes Hindernis ist, ließe sich mit einer kleinen Ergänzung im Gesetz sehr viel erreichen: Würde der Gesetzgeber auch diejenigen Arbeitgeber enthaften, die den Durchführungsweg nach § 3 Nr. 63 EStG wählen und die Versorgung einem Lebensversicherer überlassen, täten sich kleine und mittlere Unternehmen deutlich weniger schwer. Lebensversicherer unterliegen immerhin der Aufsicht der BaFin und die Versicherten sind durch Protektor vor Verlusten geschützt.“

Komplexes Sozialpartnermodell  

Durch das Sozialpartnermodell steige die Komplexität des bAV erneut. Dies sei tendenziell abschreckend und bedeutet einen erhöhten Beratungsbedarf gerade bei nichttarifgebundenen Firmen. „Die qualifizierte Beratung ist zwar das Handwerk der Versicherungsmakler des VDVM. Der Arbeitgeber und seine Mitarbeiter müssen die Materie aber auch verstehen können“, heißt es in der Pressemitteilung.

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