Berater: Kenne deine Wettbewerber

Berater von Stefan Terliesner

Immer mehr Vermittler und Berater drängen in das lukrative Geschäft der Vermögensverwaltung. Der Begriff ist gesetzlich nicht definiert. Was Berater und Kunden wissen sollten.

Kennen Sie Ihren Wettbewerb?

Vermögensverwalter sind im Wettlauf um die Gunst der Kunden (Symbolbild). Wer darf was bei diesem Rennen? Fotolia / Studio Mike

In Zeiten von Null- und Negativzinsen genügt es nicht mehr, ein paar Bundesanleihen zu kaufen und bis zur Rückzahlung liegen zu lassen und Zinsen zu kassieren. Das wäre heute ein Verlustgeschäft. Das Umfeld an den Kapitalmärkten ist so schwierig wie selten zuvor. Also muss ein Profi ran, denken derzeit vermutlich viele Menschen mit Anlagebedarf. Das Problem: Es gibt eine Fülle von Anbietern, die nach unterschiedlichen Konzepten arbeiten. Noch nicht einmal der Begriff „Vermögensverwalter“ ist gesetzlich definiert, was sich wiederum Vermittler zunutze machen.

Laut Finanzaufsicht BaFin wird der Begriff am häufigsten für die Finanzportfolioverwaltung verwendet. Damit ist „die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum“ gemeint. Der Kunde überträgt also Zuständigkeiten auf einen anderen. Er lässt machen. Der Verwalter muss dabei vorher ermittelte Anlagebedürfnisse und Risikoneigungen des Kunden berücksichtigen. Dieser Dienst ist gemäß § 32 KWG erlaubnispflichtig. Unterhalb dieser Schwelle sollte ein Kunde niemanden an sein Vermögen ran lassen. Die Auswahl an Produkten wäre für einen ganzheitlichen Ansatz zu dürftig.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Produkte ein zugelassener Vermögensverwalter vermitteln darf und zu welchen Produkten er beraten darf.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare