Bausparkassen lösen Sicherungsfonds auf

Sachwerte von Martin Thaler

Guthaben über 100.000 Euro werden ab März kommenden Jahres nicht mehr über den privaten Sicherungsfonds BESGF geschützt sein. 19.000 Verträge sollen hiervon betroffen sein.

Die Bausparkassen stellen ihren Einlagensicherungsfonds ein.

Die Bausparkassen stellen ihren Einlagensicherungsfonds ein. Foto: paulbr75 - pixabay.de

Die privaten Bausparkassen haben die Auflösung des Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds (BESF)  zum 28. Februar 2017 beschlossen. In Bausparkassen angespartes Geld ist damit nur noch bis zu einem Betrag von 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, Guthaben, die diesen Wert übertreffen, nicht mehr.  

Dies teilte der Verband der Privaten Bausparkassen nun in einer Pressemitteilung mit und bestätigte damit vorausgehende Medienberichte. „Eine Fortführung des BESF hätte den regulatorischen Aufwand für diese freiwillige Zusatzabsicherung erheblich erhöht, ohne die Sicherheit für die Bausparkunden zu verbessern“, begründete der Verband die Einstellung. Im durch die andauernden Niedrigzinsen geprägten Marktumfeld müssten die Bausparkassen Kosten einsparen.  

Vom Wegfall des Einlagensicherungsfonds seien 19.000 Verträge betroffen, teilte der Verband mit. Die meisten dieser Verträge liegen laut Verband bei großen Investoren und Versicherungen, die diese einst als Kapitalanlage gekauft haben. Durchschnittlich laufen die ungefähr neun Millionen Verträge auf eine Summe von 40.000 Euro, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt – angespart sei jedoch zumeist wesentlich weniger.  

Dem gemeinsamen Sicherungsfonds gehören derzeit zehn von zwölf privaten Bausparkassen an, nur die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die Deutsche Bank Bauspar AG sind nicht vertreten. 

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