780 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Insbesondere US-Technologiekonzerne könnten von den Steuerplänen von Donald Trump profitieren. Facebook kündigt bereits das erste Rückkaufprogramm seiner Firmengeschichte an.

Aktienrückkäufe so hoch wie zuletzt 2007 vor dem Platzen der Aktienpreisblase

Der Anteil der Aktienrückkäufe 2017 ist so hoch wie zuletzt 2007 vor dem Platzen der Aktienpreisblase. Bild: pixabay

Setzt der kommende US-Präsident Donald Trump seine im Wahlkampf gemachten Ankündigungen in der Steuerpolitik um, könnten allein die Konzerne aus dem Aktienindex S&P 500 im nächsten Jahr 780 Milliarden Dollar für den Rückkauf eigener Aktien verwenden. Dies hat laut Börsen-Zeitung jetzt die Investmentbank Goldman Sachs in einer Studie vorgerechnet. Demnach erreicht das Volumen der Aktienrückkäufe 2017 einen Anteil von 30 Prozent an den gesamten Barausgaben der Unternehmen in Höhe von geschätzt 2,6 Billionen Dollar. Neben den „Share Buy-backs“ sind dies noch Ausgaben für Dividenden sowie Investitionen. Zuletzt sei der Anteil der Aktienrückkäufe 2007 zu hoch gewesen, unmittelbar vor dem Platzen der Aktienpreisblase.

Auch andere Analysten haben bereits auf dieses Potenzial für tendenziell steigende Aktienkurse hingewiesen. Im Wahlkampf hat Trump eine „tax holiday“ für die im Ausland geparkten Gewinne von US-Konzernen ins Spiel gebracht. An der Wall Street rechnen Analysten nun mit einer Repatriierung von bis zu 200 Milliarden Dollar von insgesamt 1 Billion Dollar, auf denen amerikanische Unternehmen derzeit außerhalb der Landesgrenze sitzen, berichtet die Zeitung.

Index auf Allzeithoch

Bereits im Jahr 2004 hätten US-Unternehmen von Steuererleichterungen beim Zurückholen von Gewinnen in die Heimat profitiert. Jetzt wären vor allem Technologiekonzerne die Gewinner. Apple. Cisco, Google, Oracle und Microsoft haben nach Schätzungen von Moody´s allein rund 600 Milliarden Dollar aufgehäuft. Vor wenigen Tagen kündigte Facebook das erste Aktienrückkaufprogramm seiner noch jungen Firmengeschichte an. Derweil schloss der S&P 500 am 22. November auf einem Allzeithoch bei 2.200 Punkten.