5 Fehleinschätzungen bei der Baufinanzierung

Sachwerte von Martin Thaler

Viele Deutschen träumen aufgrund günstiger Baukredite vom Eigenheim. Bei der Finanzierungen gibt es allerdings einige Stolpersteine, die es zu beachten gilt.

Wer baut, sollte einige Stolperfallen beachten.

Wer baut, sollte einige Stolperfallen beachten. Foto: KlausHausmann - pixabay.de

 Angesichts günstiger Baukredite wollen viele Deutsche ihren Traum vom Eigenheim derzeit wahrmachen. Das Statistische Bundesamt gab an diesem Freitag bekannt,  dass sich die Zahl der genehmigten Wohnungen von Januar bis September dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent erhöht hatte. Doch wer sein Eigenheim finanzieren möchte, unterliegt oftmals Fehleinschätzungen. Stephan Scharfenroth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de hat die schwerwiegendsten zusammengestellt.  

Das Kapital  

Ganz zu Anfang sollte der eigene finanzielle Spielraum festgelegt werden. Welche Einkommen stehen dauerhaft zur Verfügung, mit welchen Fixkosten ist zu rechnen. Grade auf der Ausgabenseite sollte großzügig gerechnet und Punkte wie die Autoreparatur, Urlaub oder Instandhaltungskosten einbezogen werden, rät Scharfenroth.

Ein guter Ausgangspunkt für die Kalkulation sei die aktuelle Kaltmiete. Kann man sich diesen Betrag auch bei steigenden Zinsen problemlos leisten, kann man auch eine entsprechende Darlehensrate bedienen.

Kombination aus Zins und Tilgung  

Eine hohe Tilgung verkürzt die Rückzahlungsdauer und eine lange Zinsbindung schafft Planungssicherheit. „In Niedrigzinszeiten sollten Bauherren eine möglichst hohe Tilgung sowie lange Zinsbindung anstreben. Dann rückt die schuldenfreie Zeit meist deutlich näher“, rät Scharfenorth. In Zeiten hoher Bauzinsen wäre es dagegen günstiger eine kurze Zinsbindung zu vereinbaren. Dann könnten Bauherren zur Anschlussfinanzierung von einem gesunkenen Zinssatz profitieren.  

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