Wie Makler bei der Erbschaft helfen können

Berater Top News von Stefan Terliesner

Die 40 bis 60-Jährigen gelten als Erbengeneration. Zig Milliarden Euro überlassen sie ihren Kindern und Enkeln. Makler können dazu beitragen, dass ein Großteil des Geldes nicht an den Fiskus geht.

Für Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan (Bild) gehören Fragen aus dem Bereich Schenken und Vererben zum Erstgespräch.

Für Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan (Bild) gehören Fragen aus dem Bereich Schenken und Vererben zum Erstgespräch. Foto: Plansecur

Deutschland wird zu einem Land der Erben. Insbesondere den heute 40 bis 60-Jährigen dürfte viel Vermögen in den Schoß fallen. Makler mit entsprechendem Mandat sollten sich frühzeitig und aktiv um diese Gruppe kümmern, denn sonst geht ein Großteil des Erbes an den Fiskus.

Johannes Sczepan, Geschäftsführer des Finanzplanungsunternehmens Plansecur betont: „Eine gute ganzheitliche Finanzplanung fokussiert nicht nur auf den Beratungsnehmer, sondern auf den gesamten Familienverbund. Deshalb sind Fragen aus dem Bereich Schenken und Vererben bereits im Erstgespräch Teil unseres Angebots; und zwar unabhängig vom Alter des Kunden.“ Und er ergänzt: „Ist der Kunde 50 Jahre alt, nehmen wir das Thema – soweit noch nicht geregelt – gezielt wieder auf.“  

Hohes Nettovermögen  

Dazu muss man wissen: Laut Statista gibt es in Deutschland 40,8 Millionen Privathaushalte. Die Bundesbank wiederum berichtete im März, dass jeder Haushalt im Durchschnitt abzüglich seiner Schulden über ein Nettovermögen von 214.500 Euro verfügt. Das macht in der Multiplikation ein Nettovermögen der Bundesbürger von 8.750 Milliarden Euro. Bei 82,2 Millionen Einwohnern pro Kopf also 106.467 Euro.

In der Einzelbetrachtung ist das Nettovermögen allerdings sehr ungleich verteilt: Sehr wenige besitzen sehr viel. Gleichwohl geht es bei Millionen von Menschen um stattliche Beträge in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Das Vermögen ist zum Großteil angelegt in Immobilien, aber auch in Versicherungen sowie auf Bankkonten und am Kapitalmarkt.

Grundsätzlich unterliegen alle Anlagen der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Jenseits der geltenden Freibeträge können nur selbstgenutzte Immobilien im Erbfall steuerfrei bleiben, wenn also Kinder und Ehepartner das übertragende Objekt weiterhin als Erstwohnsitz nutzen.  

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