Wie Kassenbetrug den BU-Schutz gefährdet

Berater von Martin Thaler

Die Berichte über Abrechnungsbetrügereien bei den gesetzlichen Krankenkassen sorgten diese Woche für Aufregung. Diese können aber Auswirkungen auf den BU- und anderen Versicherungsschutz vieler Verbraucher haben, warnt Makler Mathias Helberg.

Empfiehlt seinen Kunden, ihre Gesundheitshistorie penibelst aufzuarbeiten: Makler Matthias Helberg.

Empfiehlt seinen Kunden, ihre Gesundheitshistorie penibelst aufzuarbeiten: Makler Matthias Helberg. Foto: Matthias Helberg

Es waren Aussagen, die für ein gewaltiges mediales Echo sorgten. Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, hatte im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eingeräumt, dass die gesetzlichen Krankenkassen massiv schummeln bei der Abrechnung von Leistungen. So ließen die Krankenkassen kränker erscheinen als sie eigentlich sind, damit sie mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds erhalten.  

Dieser Skandal umfasst dabei nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen, auch der private Versicherungsschutz von Verbrauchern sei hierdurch gefährdet. Diese Meinung vertritt der Osnabrücker Makler Matthias Helberg und führt als Grund die Gesundheitsfragen an.  

Diese sind meist unerlässlich, will der Verbraucher eine Krankenzusatz-, eine Lebens- oder eine BU-Versicherung abschließen. Hierbei ist es von essentieller Bedeutung, dass die Verbraucher bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen bei der Wahrheit bleiben. Schließlich droht ihnen – sollten vom Versicherer Falschangaben erkannt werden – die Verweigerung von Leistungen.  

Was passiert bei gefälschten Diagnosen?

Was aber passiert nun, wo feststeht, dass viele Diagnosen gefälscht sind? Was passiert, wenn die Patienten zwar wahrheitsgemäß geantwortet haben, hinter ihrem Rücken von den Kassen aber „aus einer depressiven Stimmung eine echte Depression“ gemacht wurde?  

Und wie sollen Versicherer nun zwischen Wahrheit und Betrug unterscheiden? „Auf jeden Fall müssen Kranken- und Lebensversicherer nun die ganz realistische Möglichkeit in Betracht ziehen, dass auftauchende Diagnosen, von denen der Kunde nichts geahnt haben will, tatsächlich absichtlich vom Arzt gefälscht wurden“, erklärt Helberg.  

Der Osnabrücker Makler empfiehlt seinen Kunden darum bereits seit längerer Zeit, bei Ärzten und Krankenkassen nach gespeicherten Diagnosen zu fragen, bevor sie eine Versicherung abschließen. Die eigene Gesundheitshistorie gelte es „penibelst aufzuarbeiten“.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare