Weg frei für Flexi-Rente

Versicherungen von Michael Fiedler

Trotz teilweise heftiger Kritik: Am Mittwoch stimmte der Ausschuss für Arbeit und Soziales dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD für einen flexibleren Übergang in den Ruhestand zu.

Der Ausschuss für Arbeit und Soziales gab dem Gesetzesentwurf zur Flexirente seinen Segen.

Der Ausschuss für Arbeit und Soziales gab dem Gesetzesentwurf zur Flexirente seinen Segen. Foto: icke_63 - pixabay.de

Noch am Montag waren Sachverständige nach Berlin geladen, um den Mitgliedern des Ausschuss Vor- und Nachteile der sogenannten Flexi-Rente aufzuzeigen. Zwar sparten diese nicht an Kritik – doch ein Vertreter vom Bundesverband der Rentenberater, der den Gesetzentwurf besonders heftig ablehnte, war gar nicht erst eingeladen worden.

Zwar fanden sich in der Zusammenfassung der nicht-öffentlichen Sitzung etliche Argumente der Rentenberater wieder – etwa dass der Zuverdienstdeckel zu kompliziert und nicht zielführend sei (Prof. Dr. Bromsdorf) – doch die Abgeordneten ließen sich davon nicht beeindrucken. Dem Gesetzentwurf (PDF) von CDU/CSU und SPD wurde zugestimmt. Selbst der Vertreter der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Reinhold Thiede, hält die Regelungen für sehr komplex und zeigte sich skeptisch, ob mit dem Gesetz Altersarmut verhindert werden kann. Gleichwohl begrüßte er die geplante Versicherungspflicht für Vollrentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze als Beitrag zur Gleichschaltung der Beschäftigten in einem Unternehmen.

Nach Plänen der Bundesregierung soll die Flexi-Rente bereits 2017 gelten.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare