Warum eine BU-Versicherung für jeden Beruf sinnvoll ist

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procontra: Der Handelsblatt-Beitrag richtete sich vorrangig an junge Leute. Ist er für diese denn ratsam, sich schon mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinander zu setzen?  

Lehberg: Das ist ein Thema, mit dem sich schon die Eltern befassen sollten. Aus zwei wichtigen Punkten. Erstens kann man sich als Schüler noch eine günstige Risikoklasse sichern. Wenn sich der Schüler dann später entscheiden sollte, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen, ist es für ihn auf jeden Fall günstiger.

procontra: Und der zweite Punkt?  

Lehberg: Der ist noch wesentlich wichtiger. Mit der Antragsstellung sichere ich mir meinen Gesundheitsstatus und der fällt in jungen Jahren meist besser aus. Wenn ich zu spät handele, bekomme ich gegebenenfalls keine BU-Versicherung mehr oder nur noch eine mit Zuschlägen, Ausschlüssen oder anderen Klauseln. Meinen beruflichen Erfahrungen nach bekommt ab dem 20. Lebensjahr nur noch jeder Fünfte eine BU-Versicherung ohne Klauseln.  

procontra: Gerade Menschen, die einer handwerklichen, eventuell als gefährlich eingeschätzten Tätigkeit nachgehen, haben Probleme, eine bezahlbare BU-Versicherung abzuschließen. Was raten Sie diesen?

Lehberg: Genau aus diesem Punkt lohnt es sich ja, möglichst früh einzusteigen. Wenn es aber zu spät ist, dann rate ich meinen Kunden dennoch, über den Abschluss einer BU-Versicherung nachzudenken. Häufig ist es – je nach Handwerk - möglich, eine solche dennoch abzuschließen. Wer aber die Beiträge nicht bezahlen will oder kann, für den gibt es mit Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Grundfähigkeitsversicherung oder Multi-Risk-Policen Alternativen. Da kann man aber pauschal keine Empfehlung geben, sondern muss mit dem Kunden individuell abklären, welche Risiken er absichern möchte. Dann kann es eine Lösung sein. Aber meiner Meinung nach bietet keiner dieser Wege einen gleichwertigen Schutz wie die BU-Versicherung.  

 

Guido Lehberg ist seit zehn Jahren in der Versicherungsbranche tätig, seit sechs Jahren als Makler in Gütersloh. Spezialisiert hat er sich dabei auf Biometrie-Produkte. Auf seiner Homepage (www.der-BUprofi.de) bloggt Lehberg zum Thema Berufsunfähigkeit. 

Seite 1: Krankheiten treffen Büroarbeiter genauso wie Handwerker
Seite 2: Ein Thema, mit dem sich bereits die Eltern beschäftigen sollten

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