„Schuldverschreibungen bieten kein direktes Eigentum am Gold“

Investmentfonds Top News von Michael Fiedler

Gold zahlt keine Zinsen – doch in der aktuellen Niedrigzinsphase spielt das kaum eine Rolle. Also rein ins Gold? Aber wie? procontra sprach mit Andreas Böger, Fondsmanager des C-Quadrat Gold & Ressources, über den Preissturz der Vergangenheit und welche Chancen jetzt bestehen.

Andreas Böger

Andreas Böger, Fondsmanager des C-Quadrat Gold & Ressources. Bild: C-Quadrat

procontra: Der Goldpreis war zuletzt von einem Auf und Ab geprägt. Sollte man jetzt weiter abwarten oder einsteigen?

Andreas Böger: Das alte Argument gegen Goldinvestments war ja immer: Gold zahlt keine Zinsen. Momentan steht man aber vor der Situation, dass die kurzfristigen Alternativanlagen negativ verzinst sind und deshalb Gold in diesem Umfeld sehr attraktiv ist.

procontra: Negativ ist aber auch die Fünf-Jahresperformance vieler Goldfonds. Was sind die Gründe dafür?

Böger: Goldfonds sind in der Regel, sofern sie für den öffentlichen Vertrieb zugelassen sind, Goldminenaktienfonds. Es geht also um Unternehmen, die im Geschäft der Exploration, Entwicklung oder Förderung von Goldvorkommen tätig sind. Hier ist nicht nur die Einnahmeseite, die durch die Goldpreisentwicklung dominiert wird, zu betrachten, sondern auch die Ausgabenseite. Und gerade die Produktionskosten waren enorm angestiegen. Ausgelöst durch den Rohstoff-/Wirtschaftsboom in China zwischen 2000 und 2012. Die Goldminenunternehmen konnten nicht überproportional von dem Goldpreis profitieren, weil auch die Kosten Schritt für Schritt stiegen.

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Seite 2: Es ergeben sich Chancen über den reinen Goldpreisanstieg hinaus

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