Provisionszahlungen auf das eigene Konto umgeleitet

Panorama Top News Meistgeklickt von Martin Thaler

Ein Abteilungsleiter der Ammerländer Versicherung soll für zweieinhalb Jahre in Haft, urteilte das Amtsgericht Westerstede. Insgesamt 295.000 Euro soll er auf sein Konto transferiert haben.

Ein ehemaliger Abteilungsleiter der Ammerländer Versicherung wurde wegen gewerbsmäßiger Untreue zu einer Haftstrafe verurteilt.

Ein ehemaliger Abteilungsleiter der Ammerländer Versicherung wurde wegen gewerbsmäßiger Untreue zu einer Haftstrafe verurteilt. Foto: tadah - pixabay.de

Es ist wieder ein Einzelfall, der allerdings wieder einmal in der Öffentlichkeit ein negatives Bild auf eine gesamte Branche wirft. Das Amtsgericht Westerstede (Landkreis Ammerland) verurteilte nun einen Abteilungsleiter der Ammerländer Versicherung wegen gewerbsmäßiger Untreue zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren.Hierüber berichtet die Oldenburger Nordwest-Zeitung.

Das Gericht befand den 53-Jährigen für schuldig, über insgesamt vier Jahre Provisionszahlungen auf das eigene Konto umgeleitet zu haben. Erst im Dezember 2015 waren die illegalen Transaktionen des Abteilungsleiters aufgedeckt worden. Ermittlungen ergaben, dass der Versicherungsmitarbeiter insgesamt 45-mal Beträge zwischen 3.410 und 21.353 Euro auf sein eigenes Konto überwiesen hatte. Dadurch entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 295.000 Euro.

Das Geld hatte der Mann gebraucht, berichtet die Zeitung, um Schulden, die er für die Errichtung einer Saunaanlage gemacht hatte, begleichen zu können. Der Rest wurde für diverse Luxusartikel ausgegeben. Die Haftstrafe will der Mann allerdings nicht akzeptieren, er wolle nun vor dem Landgericht Oldenburg in Berufung gehen.

Bereit sei er hingegen, dass sich widerrechtlich angeeignete Geld an die Versicherung zurückzuzahlen. Weitere Details wollte die Ammerländer Versicherung gegenüber der Zeitung jedoch nicht bekannt geben. 

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare