Deutsche sterben selten dort, wo sie wollen

Versicherungen von Martin Thaler

Der Großteil der Deutschen wünscht sich, in den eigenen vier Wänden zu sterben. Diesem Wunsch wird aber zumeist nicht entsprochen, zeigt der neue DAK-Pflegereport.

Die wenigsten Deutschen sterben dort, wo sie möchten.

Die wenigsten Deutschen sterben dort, wo sie möchten. Foto: TanteTati - pixabay.de

Es ist eine große Diskrepanz, die der an diesem Mittwoch vorgestellte Pflegereport der DAK, festhält: 60 Prozent der Menschen haben den Wunsch, im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu sterben – vier Prozent möchten indes im Krankenhaus sterben, zwei Prozent nennen das Pflegeheim. Die Realität sieht indes vollkommen anders aus: Nur ein kleiner Teil der Menschen stirbt in den eigenen vier Wänden, der Großteil (75 Prozent) indes in Institutionen, wie Heimen oder im Krankenhaus.  

Als Gründe für die Präferenz des eigenen Hauses sagten 73 Prozent, dass die gewohnte Umgebung das Sterben erträglicher mache. 58 Prozent gaben zudem an, dass der Tod in der eigenen Wohnung würdevoller sei. „Diese Ergebnisse lassen eine ausgeprägte Skepsis gegenüber der palliativen Versorgung in Kliniken und Heimen erkennen“, sagt Professor Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.  

Dennoch sterben 69 Prozent der Menschen nicht da, wo sie es möchten. Und diese Zahl nimmt zu: Starben vor 20 Jahren noch 55 Prozent der Menschen zu Hause und nur sechs Prozent im Pflegeheim, waren es in den vergangenen fünf Jahren nur noch 32 Prozent, die im eigenen Haus verstarben. Die Zahl der Personen, die im Heim starben, erhöhte sich indes auf 22 Prozent. Die Zahl der Menschen, die im Krankenhaus verstarben, blieb mit rund 40 Prozent gleich.  

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