Wieso der Makler für Unterversicherung fast immer haftet

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Der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 10.03.2016, Az. I ZR 147/14) bestätigte vorstehende Maklerpflichten, und erteilte damit den üblichen Fragebögen eine Absage. Es geht nicht an, den VN nur zu fragen, welche Versicherungssumme er denn meint brauchen zu wollen. Risikoprüfung durch den Makler und Feststellung des Bedarfs geht nicht nach Wunschzettel.

Vielmehr kann der VN den Makler stets für Deckungslücken in die Haftung nehmen, wenn er sich schlecht beraten nicht das gewünscht hat, was er tatsächlich braucht. Ebenso gut könnte der Zahnarzt fragen „Auf welchem Zahn wollen Sie heute eine Krone?“ Makler, die nach dem System vermitteln „Welches Schweinderl hätten´s denn gern?“ kommen ihren Pflichten nicht nach und haften dafür.  

Autoren:

von Dr. Johannes Fiala, RA (München), RB, VB, MBA Finanzdienstleistungen (Univ.), MM (Univ.), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), Bankkaufmann (www.fiala.de)
und
Dipl.-Math. Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik (Diethardt), Aktuar DAV, öffentlich bestellt und vereidigt von der IHK Frankfurt am Main für Versicherungsmathematik in der privaten Krankenversicherung (www.pkv-gutachter.de)

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Seite 2: Pflicht zur Risikountersuchung
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