Untersuchungsausschuss beruft Maschmeyer als Zeugen

Top News Investmentfonds von Martin Thaler

Der umstrittene Finanzinvestor soll über die sogenannten Cum-Ex-Geschäfte Auskunft geben. Er selbst hatte damals in einen solchen Fonds investiert, später stellte er Strafanzeige.

Soll als Zeuge für sogenannte Cum/Ex-Geschäfte gehört werden: Finanzinvestor Carsten Maschmeyer.

Soll als Zeuge für sogenannte Cum/Ex-Geschäfte gehört werden: Finanzinvestor Carsten Maschmeyer. Foto: www.carsten-maschmeyer.de

Carsten Maschmeyer, Gründer des umstrittenen Finanzdienstleisters AWD, ist derzeit ein gefragter Mann. Nicht nur im Fernsehen, wo er in der Vox-Sendung „Höhle der Löwen“ als potenzieller Investor für Firmengründer agiert, sondern offenbar auch in der Politik.  

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat der sogenannte Cum/Ex-Ausschuss des Bundestages Carsten Maschmeyer als Zeugen berufen. Dieser Ausschuss untersucht, wie es möglich war, dass der deutsche Fiskus durch dubiose Steuertricks mit Dividenden Milliarden Euro einbüßte. So hatten sich Fonds und Banken die einmal gezahlte Kapitalertragssteuer von den getäuschten Finanzämtern gleich mehrfach erstatten lassen.  

Und wie kommt Maschmeyer nun ins Spiel? Dieser hatte selbst unter Vermittlung seiner Hausbank Sarasin in einen solchen Fonds investiert – wie auch seine Frau Veronica Ferres. Was dieser Fonds genau machte, davon habe er erst später erfahren, so Maschmeyer. Der Finanzstratege ist dann gegen seine Bank vorgegangen, erstattete Anzeige wegen Betrug bei der Staatsanwaltschaft Köln.  

So habe er, wie die Süddeutsche Zeitung weiter berichtet, die Ermittler auf die „schwarzen Papiere“ seiner Hausbank aufmerksam machen und diesen so das nötige Rüstzeug für ihre Ermittlungen liefern. Er selbst, so erklärte Maschmeyer in seiner Strafanzeige, hätten sich nie an einem Fonds beteiligt, dessen Erfolg auf Steuerhinterziehung beruhe.  

Von dem Wissen Maschmeyers möchten nun auch die Parlamentarier im Untersuchungsausschuss profitieren. Ob Maschmeyer aber wirklich kommen muss, steht rechtlich aber noch nicht ganz fest.

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