Unternehmen schlecht über Versicherungsschutz informiert

Berater von Martin Thaler

Beim Thema Sachversicherungen herrscht bei vielen Kleinunternehmern Unwissenheit. Ein knappes Viertel sagt zudem, keinen passenden Versicherungsschutz zu finden.

Untersuchte die Befürchtungen kleiner und mittlerer Unternehmen: Tobias Wenhart,Manager Products & Underwriting bei Hiscox Deutschland.

Untersuchte die Befürchtungen kleiner und mittlerer Unternehmen: Tobias Wenhart,Manager Products & Underwriting bei Hiscox Deutschland. Foto: Hiscox

Deutschlands Kleinunternehmer blicken positiv in die Zukunft: Laut Angaben des „Hiscox DNA of an Entrepreneur Report 2016“ gaben 65 Prozent, in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage zu erwarten. Das sind vier Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Allem Optimismus zum Trotz hat sich der Anteil der Kleinunternehmen, die sich finanziell besser aufgestellt fühlen als noch im Jahr zuvor, um zwei Prozent verringert, von 33 auf 31 Prozent. Einen Grund hierfür erkennt Tobias Wenhart, Manager Products & Underwriting bei Hiscox Deutschland, in nicht abgesicherten Gefahren: „Nahezu die Hälfte der Befragten (47%) sieht die größte Gefahr darin, dass erbrachte Leistungen vom Kunden nicht bezahlt werden. Für fast jeden Dritten (29%) stellt der Verlust von Daten oder geistigem Eigentum eine ernstzunehmende Bedrohung dar.“  

Ein großes Problem, das gleichzeitig eine Chance für Makler darstellt, sei das mangelnde Wissen bei den Unternehmen. So wüssten gerade einmal 30 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe (KMU), welche Versicherungen es überhaupt für ihr Unternehmen gibt und gegen welche Risiken sie sich absichern können.

23 Prozent der Befragten gaben zudem an, es schwierig zu finden, eine passgenaue Absicherung für ihren eigenen Geschäftstyp zu finden. So bleibe die Absicherung von Risiken sehr lückenhaft – am häufigsten würde immer noch die allgemeine Haftpflichtversicherung abgeschlossen (56 Prozent der Befragten verfügten über diese). „Viele Unternehmen denken, sie wären mit einer Haftpflichtversicherung umfassend abgesichert. Dass dies ein Trugschluss, erkennen sie meist erst im Ernstfall. Dabei gibt es für zahlreiche Geschäftstypen ein passgenaues Angebot“, erklärt Wenhart.  

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