So plant die Generation Mitte fürs Alter

Berater von Martin Thaler

Erneut ließ der GDV die Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen unter die Lupe nehmen. Was sie von der Zukunft erwartet und wie sie vorsorgt.

Der GDV (Bild: Präsident Andreas Erdland) befragte zum vierten Mal die "Generation Mitte" zu ihrer Einschätzung gesellschaftlich wichtiger Themen.

Der GDV (Bild: Präsident Andreas Erdland) befragte zum vierten Mal die "Generation Mitte" zu ihrer Einschätzung gesellschaftlich wichtiger Themen. Foto: GDV

Sie gelten als Leistungsträger, als Stützpfeiler der Gesellschaft: Menschen zwischen 30 und 59 Jahren, die sogenannte „Generation Mitte“. Sie stellen 70 Prozent der Erwerbstätigen und erwirtschaften 82 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte, teilt der GDV mit.  

Dieser hat nun zum bereits vierten Mal zusammen mit den Meinungsforschern von Allensbach in diese Bevölkerungsgruppe hineingehorcht. Neben Fragen zur Integration von Flüchtlingen, zur Einschätzung der gesellschaftlichen Lage, persönlichen Wertvorstellungen und Fragen der Gerechtigkeit ging es auch um persönliche Sorgen im Hinblick auf die materielle Absicherung im Alter.  

So stellten die Allensbach-Demoskopen fest, dass in der Generation Mitte die Zweifel daran wachsen, dass sich ihr Lebensstandard im Alter halten lässt. Diese Sorge äußerten 60 Prozent der Befragten – vor zwei Jahren war es noch 54 Prozent gewesen.  

Auch bei Frauen wachsen die Zweifel, insbesondere bei denjenigen, die sich in einer Beziehung befinden. Denn das nach einem Beziehungsende ihre Altersvorsorge reichen wird, bezweifeln 57 Prozent – sechs mehr als vor zwei Jahren.  

Befeuert wird die Unsicherheit durch die aktuelle Rentendiskussion, insbesondere durch die häufig geäußerten Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des bestehenden Systems. Dass das System durch den demographischen Wandel herausgefordert wird, ist dabei dem Großteil der 30- bis 59-Jährigen klar: 79 Prozent dieser Altersgruppe rechnen mit einer längeren Lebensarbeitszeit, 78 Prozent mit steigenden Rentenbeiträgen. 73 Prozent gehen zudem davon aus, in Zukunft verstärkt privat vorsorgen zu müssen.

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