Playstation ist wichtiger als das eigene Leben

Versicherungen von Martin Thaler

Sicherheit der Familie oder des Haushalts - wenn es um die Absicherung geht, tendiert ein Großteil der Deutschen zu zweiterem. Eine neue Studie der Hannoverschen zeigt, dass besonders bei Familien die Absicherung auf der Strecke bleibt.

Die Deutschen scheinen eher bereit ihre Sachwerte abzusichern als ihr eigenes Leben, zeigt eine Studie der Hannoverschen.

Die Deutschen scheinen eher bereit ihre Sachwerte abzusichern als ihr eigenes Leben, zeigt eine Studie der Hannoverschen. Foto: Hannoversche

Wenn es um die Absicherung der wichtigsten Sachen des Lebens geht scheint das Leben an sich für viele Deutsche erst an zweiter Stelle zu kommen. Denn oftmals werden Sachen, wie der Hausrat, besser abgesichert. Dies ergibt eine Studie des Marktforschungsinstituts Toluna im Auftrag der Direktversicherung Hannoversche.  

Dabei sind sich die meisten Menschen über drohende Gefahren für Leib und Leben durch eigene Erfahrung durchaus bewusst: Jeder vierte Befragte war nach eigenen Angaben im Straßenverkehr, sei es als Autofahrer, Radler oder Fußgänger, schon einmal in Lebensgefahr. Ebenfalls 25 Prozent erklärten, sich durch eine Krankheit schon einmal in einer lebensgefährlichen Situation befunden zu haben. Sieben Prozent waren im Berufsleben schon einmal mit erheblichen Risiken konfrontiert, fünf Prozent in der Freizeit, jeweils drei Prozent beim Sport oder im Haushalt.  

Besonders Männer würden sich der Umfrage zufolge in gefährliche Situation begeben – nur 41 Prozent waren noch nie einer lebensgefährlichen Situation, bei den Frauen gaben dies 51 Prozent an. Dafür seien Frauen häufiger schwer krank (28 zu 21 Prozent) als Männer.  

All dieser lebensgefährlichen Situationen zum Trotz: 74 Prozent der Haushalte mit Kindern verfügen über keine Risikolebensversicherung – ebenso häufig wird auf eine BU-Versicherung verzichtet. Noch geringer scheint die Bereitschaft zur Absicherung in Single-Haushalten: Hier verfügen gerade einmal zehn Prozent über eine BU-Versicherung.  

BU-Versicherung nur knapp vor Brillenversicherung

Insgesamt gaben nur 16 Prozent aller Befragten an, über eine Risikolebensversicherung oder eine BU-Versicherung zu verfügen. Beinahe genauso viele verfügen über eine Brillenversicherung (14 Prozent). Private Rentenversicherungen und Riester-Renten war indes verbreiteter (29 bzw. 24 Prozent).  

Wenn es um den eigenen Hausrat geht, scheinen die Deutschen indes weitaus eher geneigt, sich gegen potenzielle Risiken abzusichern. Über 67 Prozent der Befragten gaben an, über eine entsprechende Versicherung zu verfügen. Verbreiteter war nur die KfZ-Versicherung (69 Prozent).  

„Obwohl jeder Fünfte das Renteneintrittsalter von 67 Jahren nicht erreicht, verdrängen viele Deutsche das Thema Absicherung. Damit gefährden sie das, was ihnen am wichtigsten ist: Ihre Familie. Denn gefragt, was für sie im Leben bedeutend ist, lautet die Antwort generationenübergreifend Gesundheit, Familie und Freunde“, sagt Stefan Lutter von der Hannoverschen.

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